Widerstand:

Angst vor Lärm von Kart-Bahn

Das Dröhnen der Motoren ist in Leobersdorf, Bezirk Baden, alltägliche Geräuschkulisse. Liegt der Ort doch direkt an der Südautobahn. Dass sich dazu auch noch eine Kart-Bahn gesellen könnte, sorgt für Unruhe. VP und SP machen gegen das Projekt mobil. Ein Gutachten über den zu erwartenden Lärm liegt nun im Rathaus auf.

Es ist noch nicht lange her, dass alle Parteien in Leobersdorf den akustischen Emissionen der Autobahn den Kampf angesagt haben. Unter dem Motto „Leben ohne Lärm“ forderte man mit vereinten Kräften die Erneuerung des Uralt-Schallschutzes an der A 2.

„Jetzt fühlen wir uns von der Bürgerliste gerollt“, klagen VP-Obmann Johann Zöhling und SP-Vorsitzender Gerhard Tschakert. Der Grund: Pläne für eine Kart-Bahn im Ort. „Das würde alle Bemühungen zur Lärmreduktion zunichtemachen“, so Tschakert. Und Zöhling: „Wer ernsthaft für Lärmschutz ist, kann nicht für eine Kart-Bahn sein, die nur weiteren Lärm bringt.“

Die Kritik richtet sich an Ortschef Andreas Ramharter (Liste Zukunft Leobersdorf). Dieser sieht die Projektgegner als „Minderheit“, betont aber, dass noch nichts fix sei. Ein Betreiber habe Interesse bekundet, mittlerweile gebe es ein Gutachten, dass eine Kart-Bahn als „schalltechnisch einflusslos“ einstufe. Dieses könne im Rathaus eingesehen werden. Jetzt warte man auf das Urteil der Landesexperten. Ramharter: „Karts neben der Autobahn sehe ich nicht als Problem, dort rollen jedes Jahr ohnehin Millionen Fahrzeuge vorbei.“

Christph Weisgram, Kronen Zeitung

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