11.11.2018 06:00 |

„Krone“-Talk

Karl Ploberger: „Ich bin absolut gelassen“

TV-Gärtner Karl Ploberger über Muskelkater, Alpenveilchen, Hektik und Blumenwünsche.

„Krone“:Sie haben mich zum elektronischen Muskelstimulations-Training EMS eingeladen.
Karl Ploberger: Vor sieben Jahren fuhr ich an einem Studio vorbei und da stand: „Fitness aus der Steckdose für intelligente Faule“. Und nachdem mein Buch ja auch „Der Garten für intelligente Faule“ heißt, habe ich mir gedacht, das ist ideal für mich. Weil ich bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Sportler war.

Und dann wurden Sie förmlich elektrisiert?
Ja, ich habe nach zwei Tagen so einen Muskelkater gehabt, dass ich gemerkt habe: Da muss etwas passiert sein. Und seitdem gehe ich regelmäßig einmal pro Woche, und mein Körper hat sich wirklich komplett verändert.

Nur durch dieses zehnminütige Training?
Na ja, ich hab‘ dann auch begonnen, meine Ernährung umzustellen und habe vor fünf Jahren mit dem Lauftraining angefangen.

Wie kam‘s zu diesem Sinneswandel? Hatten Sie damals eine Midlife Crisis?
(lacht) Ja, das spielte vielleicht auch eine Rolle, aber es war der Schmerz: Ich hatte damals wirklich extreme Rückenschmerzen, und die sind nun komplett weg.

Sie werden nächstes Jahr 60 Jahre: Haben Sie in Ihrem Garten einen Jungbrunnen?
Ich rauche nicht, trinke weder Wein noch Bier, bin berufsmäßig viel an der frischen Luft. Und ich mache das noch mit der gleichen Freude wie als kleiner Bub, als ich als Sechsjähriger zum Garteln angefangen hab.

Werden Sie nicht ständig um Rat gefragt?
Ja, die Standardbegrüßung ist meistens: „Weil ich sie gerade sehe.“ Und dann gehen die Fragen los, aber das stört mich gar nicht.

Was fasziniert die Leute denn so am Garteln?
Im Garten herrscht ein anderer Rhythmus. Wenn ich ein Samenkorn in die Erde lege, dann brauch ich die Geduld, bis es keimt. Gelassenheit ist das, was vielen abhanden gekommen ist. In Zeiten, wo man ständig online, auf Terminen und in der Hektik ist. Das Wichtigste im Garten ist Geduld und Gelassenheit. Ich muss sagen: Ich bin absolut gelassen.

Haben Sie auch eine Lieblingsblume?
Das Alpenveilchen, denn damit hat alles begonnen. Mit zwölf Jahren habe ich mein erstes Glashaus gebaut und Zyklamen gezüchtet. Heute habe ich eine Sammlung von knapp 200.

Schenken Sie denn Ihre vielen Blumen her?
Nein! Hören‘s auf! (lacht) Das ist das, was mich auch immer ärgert: Ich bekomme nie Blumen geschenkt, dabei hätte ich das am liebsten.

Stefan Weinberger, Kronen Zeitung

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