Ringen um Knaus-Heli

Gutachter sagt ‘Ja’, aber Austro Control bleibt bei ‘Nein’

Tirol
16.01.2010 09:04
Das versteht nun wirklich niemand mehr: Bei den Verhandlungen um die Zukunft der Knaus-Helikopter wurde vereinbart, dass ein unabhängiger Gutachter beigezogen wird. Der bestätigte auch prompt, dass alle Sicherheitskriterien für den Rettungsflug erfüllt werden. Aber die Austro Control blieb bei ihrem "Nein". Mit Matrei in Osttirol, Karres (Bezirk Imst) und Hochgurgl (Ötztal) sind drei Knaus-Standorte in Tirol betroffen. 71 Mitarbeiter - davon 35 in Tirol - bangen um ihren Job.

Was die Unterstützer von Roy Knaus und der Salzburger Flugunternehmer selbst befürchtet hatten, ist eingetreten. Auch die Verhandlungen mit Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller haben an der strikten Haltung der Bürokraten nichts geändert. Dabei wurde am Montag vereinbart, dass ein unabhängiger Gutachter beigezogen wird. Beauftragt wurde Helmut Leitner, gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Luftfahrt.

"Erfüllen alle Sicherheitskriterien"
Und der kommt in seiner Expertise über die Knaus-Helikopter zu dem eindeutigen Schluss: "Die im Befund angeführten Hubschrauber erfüllen die Erfordernisse gemäß § 3 Abs. 2 der AOCV 2008. Die Zulassung nach Kategorie A sowie der Flugbetrieb in Flugleistungsklasse 1 sind erfüllt." Und weiter: "…dass die Hubschrauber AS 355 F1/F2/N…alle Sicherheitskriterien erfüllen, um im Ambulanz- und Rettungsflugbetrieb eingesetzt zu werden."

Diese Erkenntnisse beeindruckten die Austro Control nicht. Sie blieb beinhart beim Flugverbot für Knaus.

"Unverständnis, Enttäuschung und Verärgerung für das Vorgehen", hieß es dazu von Landeshauptfrau Burgstaller. Noch größer ist die Wut in der Knaus-Zentrale in St. Johann im Pongau: Knaus will bis Montag die neue Rechtslage prüfen. 

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