Duell mit Admira

Die letzte Chance: Zeigt Rapid-Elf eine Reaktion?

„Außer Didi könnt ihr alle gehen!“ Die grüne Volksseele kocht. Der Ruf, einige „Stars“ auf die Tribüne zu setzen, wird lauter. Als Rapid-Trainer sollte man sich nicht durchs Internet klicken. Macht Didi Kühbauer ohnehin nicht. Aber vor dem 0:5-Desaster in Villarreal (Stimmen oben im Video) hatte der 47-Jährige gemeint, dass „nach der Länderspielpause drei Spiele in einer Woche kein Problem sein sollten“. Doch im „La Ceramica“ wurde viel Porzellan zerschlagen. Alle versagten. Kühbauer bleibt dabei, dass er nicht „draufhauen“ wolle. Das soll in und von der Mannschaft erledigt werden.

Und wie steht der Didi jetzt zu Nachdenkpausen? „Ich bin kein Populist, damit gewinnt man vielleicht in der Öffentlichkeit.“ Zumal er auch Gefahr läuft, mit personellen Veränderungen einzelne Kicker als Sündenböcke abzustempeln. In Tagen wie diesen wird in Hütteldorf ja alles (miss-)interpretiert.

Wobei man bei Rapid ohnehin niemanden an den Pranger stellt: „Das Problem ist nicht der einzelne Spieler“, behauptet Sportchef Bickel weiterhin. „Sie finden nur den gemeinsamen Weg als Mannschaft nicht.“ Heute erhält sie - nach vielen Aussprachen - ihre letzte Chance. Wohl ohne große Umstellungen: „Es zählt nur der Sieg“, so Kühbauer. „Wir brauchen keine Kunststücke. Es gibt keinen Schönheitspreis.“

Gegen den freien Fall
Denn Rapid liegt zum Rückrunden-Start nur drei Punkte vor dem Schlusslicht aus der Südstadt. Wo man in Runde eins den einzigen überzeugenden Liga-Sieg (3:0) feiern konnte. Jetzt geht bislang auch unter Kühbauer (vier Spiele, drei Pleiten, 2:11-Tore) der freie Fall weiter. „Bei St. Pölten konnte der Didi seine Ideen leichter umsetzen“, glaubt Admiras Trainer Baumeister, der einst als Aktiver wie ein Vater für Kühbauer war. „Bei Rapid verstehen zu viele Spieler die Situation nicht.“

Rainer Bortenschlager/Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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