06.10.2018 04:30 |

Gemeinderatswahlen

Parteiloser führt die SPÖ St. Gilgen bei Wahl an

Im idyllischen St. Gilgen wurde die erste Phase des Wahlkampfes eingeläutet: Die SPÖ des Ortes kürte den parteilosen Norbert Laimer zum Spitzenkandidaten. Der Mann der früheren Vizebürgermeisterin Manuela Laimer will als „Macher“ Stimmen zurückholen. Ortschef Otto Kloiber (ÖVP) sieht das alles gelassen.

Es scheint fast schon so, als hätten nun auch schon St. Gilgen die ersten Ausläufer der im März anstehenden Gemeinderatswahlen erfasst. Denn wie nun bekannt wurde, hat die SPÖ - die derzeit nur fünf der insgesamt 21 Mandatare im Gemeinderat stellt- ihren Spitzenkandidaten auserwählt, der sich für sie der Wahl stellen soll:

Den 55-jährigen Versicherungsangestellten und langjährigen Vorstand des Sportklubs USC Abersee, Norbert Laimer, der als parteiloser Spitzenkandidat für die Roten auf Stimmenfang gehen soll.

Und der übrigens mit Manuela Laimer verheiratet ist, einer früheren SPÖ-Gemeinderätin und Vizebürgermeisterin, die als Spitzenkandidatin bei der Gemeinderatswahl 2014 nur 23,1 Prozent einfuhr und danach als Konsequenz das Handtuch warf. Sowie zudem auch ausrichten ließ: „Eine Zusammenarbeit mit diesem Bürgermeister ist unmöglich!“.

Laimer habe man dennoch bewusst ausgewählt, betont die SPÖ-Ortsparteivorsitzende Helga Stadler: „Der Norbert hat lange Jahre im Sportklub gezeigt, dass er mit allen sehr gut zusammenarbeiten kann und einfach ein unparteiischer Macher ist, der anpackt. Wir hoffen, dass er für uns zumindest das Amt des Vizes wieder zurückholen kann.“

Nachsatz: „Vor vier Jahren ist natürlich nicht alles fein abgelaufen. Heute ist die Situation anders“, so Stadler.

Spitzenkandidat Laimer meint: „In St.Gilgen werden viele Projekte versprochen und nicht weiter betrieben, wie unter anderem auch die Modernisierung des Busbahnhofes, Verwertung des Panzlbauerngutes oder die Sanierung der Winklerbrücke. Dort will ich anpacken“. Zum Ausscheiden seiner Frau: „Sie war zu genau.“

Der derzeit amtierende Bürgermeister, Otto Kloiber (ÖVP) - der sich der Wiederwahl stellt - sieht die Kandidatur gelassen: „Es freut mich, dass Norbert antritt. Die genannten Projekte sind schon am Laufen und liegen bei den Behörden. Aber das wird er schon erfahren, wenn er mehr Einblick in die Gemeindepolitik hat.“

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