Di, 23. Oktober 2018

Beamter angeklagt:

18.09.2018 18:03

Polizist als „Zugpferd“ bei Pyramidenspiel?

Der groß angelegte Prozess rund um ein Pyramidenspiel in Voitsberg (wir berichteten) startet im Oktober. Dennoch musste sich bereits am gestrigen Dienstag ein Polizist (52) in Graz verantworten. Er soll im Jahr 2008 Mitspieler angeworben und Spiele verwaltet haben. Stimmt nicht, behauptet er. Vertagt!

Von 140.000 Euro Dienstentgang spricht der angeklagte Polizist, der seit Aufkommen der Vorwürfe suspendiert ist. „Die Anwaltskosten, etwa 35.000 Euro, hat meine Frau übernommen.“ Der 52-Jährige (Verteidiger: Gunther Ledolter) plädiert auf nicht schuldig, er selbst habe nie Mitspieler angeworben oder die sogenannten „Charts“ verwaltet, wie Staatsanwalt Hansjörg Bacher anklagt. Nicht einmal mitgemacht habe er, das hätte seine Frau getan. Er habe Bekannten vom Schenkkreis erzählt, mehr nicht, erklärt er der Richterin Julia Riffel.

Zeuge belastet Beamten schwer
Diesen Aussagen widerspricht ein Zeuge vehement. Bei einem Grillfest habe ihn der Angeklagte angesprochen und ihn zum Spiel überredet. „Der Mann ist Polizist, ein Gesetzesvertreter, das muss seriös sein, dachte ich.“

Im Schenkkreis würde jeder jedem finanziell unter die Arme greifen, soll der Beamte ihm weisgemacht haben. Auch, als die Frau des Zeugen einmal weinte, weil sie gemerkt hatte, dass das System nicht funktioniert, soll er, das „Zugpferd“ im Spiel, dem Paar gut zugeredet haben. Alles würde wieder zurückfließen. Aber nix da, das Geld ist futsch. Vertagt!

Monika Krisper
Monika Krisper

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