So, 23. September 2018

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13.09.2018 07:00

Hallwanger können Tunnelbau entspannter sehen

Während in Köstendorf noch die Sorgenfalten zum Tunnel-Projekt der ÖBB zu sehen sind, gibt es am anderen Ende der Röhren in Hallwang geringere Ängste. Dort sind die Anrainer wesentlich weniger betroffen. Ganz ohne Bauchweh verläuft die Milliarden-Baustelle aber auch da nicht ab - Landwirte sind skeptisch.

Einer dieser betroffenen Landwirte ist Hallwangs Bürgermeister Johannes Ebner, der aber im Vorhinein festhält, wie wichtig und sinnvoll dieser Bau für die gesamte Region ist. Er hat Gründe in Kasern in der Nähe des Tunnelportals gepachtet. „Es geht für die Betroffenen hauptsächlich um Zufahrtsstraßen, die durch die Felder errichtetet werden“, erklärt der Bürgermeister und fügt hinzu: „Ich gehe davon aus, dass die ÖBB hier noch die Gespräche suchen werden.“ Durch die neuen Straßen werden Felder während der Bauphase nicht bewirtschaftbar sein. Lösungen könnten finanzielle Entschädigungen oder Ersatzflächen sein. Der große Unterschied zu den Köstendorfern ist die kurze Distanz zur Grafenholz-Deponie, welche direkt neben der Baustelle zwischen Hallwang und Kasern liegt. Diese hat ein Ausmaß von 20 Hektar und wird nach der Fertigstellung der Röhren wieder renaturiert und begrünt. Von Seiten der ÖBB hätte man sich keinen besseren Platz vorstellen können. „Leider gibt es so einen in Köstendorf nicht“, heißt es.

Viel Lkw-Verkehr und neue Straßen

Ein Kernthema für die Hallwanger ist der Baustellenverkehr durch die Lkw. „Da haben wir es geschafft, diesen von den Siedlungsräumen fernzuhalten“, sagt Ebner. Auch die Bauzeit in seiner Gemeinde ist kürzer als in Köstendorf. Die Deponie ist für ihn gut gewählt, denn „durch die kurzen Wege ist sie sehr umweltfreundlich. Viele Lkw-Fahrten entfallen.“ Dennoch muss die Baustelle beliefert werden. Das fängt bei schwerem Gerät an, geht über den Beton bis zum Abtransport am Ende.

Autobahnausfahrt nur für Baustelle

In Spitzenzeiten rechnet die ÖBB über drei Monate mit bis zu 34 Lkw pro Stunde. In anderen Phasen  können es aber auch nur fünf bis acht sein. Genug, um eigene Autobahn Auf- und Abfahrten zu errichten. Für die Richtung Salzburg-Wien wird die bestehende Behelfsausfahrt genutzt, in die andere Richtung eine neue gebaut. Von dort aus werden auf Feldwegen größere Straßen zur Baustelle errichtet. Diese führen auch über die Flächen der Landwirte.

Felix Roittner
Felix Roittner

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