Im Weinviertel

41 Hunde gehortet: Behörde räumte Hof

Außergewöhnliche Razzia in der Nacht auf Montag in der Gemeinde Sulz im Weinviertel in Niederösterreich! Dort soll eine selbst ernannte Tierschützerin - die „Krone“ berichtete - nicht weniger als 41 Hunde auf einem kleinen Hof gehortet haben. Anrainer schlugen Alarm, jetzt wurden 23 Vierbeiner ins Tierschutzhaus gebracht. 

Animal Hoarding nennt sich das krankhafte Halten von Haustieren. Und in der kleinen Gemeinde machte sich die „Tierschützerin“ damit keine Freunde. Vor knapp zwei Wochen rückte sogar die Spezialeinheit Cobra für einen Einsatz auf dem kleinen Hof aus, schon damals wurden einige Hunde beschlagnahmt. Jetzt griffen die Behörden abermals durch: Begleitet von der Staatsanwaltschaft und der Polizei, wurden in der Nacht auf Montag insgesamt 23 Hunde eingefangen und ins Tierschutzhaus nach Vösendorf gebracht. Hier werden die Fellnasen unterschiedlichster Rassen untersucht und betreut.

„Auch die Frau benötigt Hilfe“
Die tierische Razzia war für alle Beteiligten ein Kraftakt. Einige Hunde dürften traumatisiert, andere sollen leicht verletzt sein. Es dauerte mehrere Stunden, bis die Tiere auf einen Kälbertransporter verladen werden und ins Wiener Tierschutzhaus gebracht werden konnten. Ein Helfer erlitt eine kleine Bisswunde an der Hand. „Die Amtstierärzte haben großartige Arbeit geleistet“, lobt Tierschutzhaus-Präsidentin Madeleine Petrovic, „aber nicht nur die Tiere, auch die betroffene Frau benötigt Hilfe.“ Es wird vermutet, dass die Deutsche noch weitere Hunde vorübergehend in der Region versteckt hält, damit sie ihr nicht abgenommen werden können.

Oliver Papacek & Mark Perry, Kronen Zeitung

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