Im Oktober des Vorjahres begann das Gaunerstück: Der 39-jährige Lagerleiter eines Ennser Getränkeherstellers und der 27-jährige Palettenvertreter einer Firma bei Bruck an der Mur begannen, Lieferscheine zu manipulieren.
Dabei sollen ihnen die 32-jährige Buchhalterin und der 36-jährige Geschäftsführer der Palettenfirma geholfen haben: Es wurden mehr Euro-Paletten verrechnet, als man wirklich geliefert hat. Schließlich verrechnete die Gaunerbande, für die natürlich die Unschuldsvermutung gilt, ganze Lkw-Palettenlieferungen, die es aber in Wahrheit gar nicht gab.
Firma wurde stutzig
In der Ennser Getränkefirma wurden die Lieferscheine anstandslos unterzeichnet, die nach Eingang des Geldes und dessen Barbehebung durch den zeichnungsberechtigten Palettenvertreter von der Buchhalterin in Bruck storniert wurden. Als man in der Ennser Firma stutzig wurde, erklärte der Lagerleiter, dass noch so viele Paletten bei Speditionen seien, dass man ständig nachbestellen müsse...
Nach einem Mehrbedarf an 140.000 Paletten und verschwundenen 730.000 Euro wurde Anzeige erstattet. Beamte des Bezirkskommandos Linz-Land und Landeskriminalisten klärten den Fall. Lagerleiter und Palettenvertreter sind in Haft, drei Verdächtige angezeigt: Darunter die 25-jährige Frau des Palettenvertreters, die in der Obersteiermark eine Luxusvilla mit Pool und Wellnesscenter bauen ließ.
von Johann Haginger, Kronen Zeitung
Symbolbild
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