So, 23. September 2018

Polizei-Kooperation

22.08.2018 06:00

Alpines Wissen für Montenegro

Die Berge sind das Einsatzgebiet der Alpinpolizei, die ihr Fachwissen auch international an Kollegen weiter gibt.

Wenn es um Einsätze im Felswänden, auf Gletschern oder Gipfelgraten geht, dann ist das Know How der Österreichischen Einsatzkräfte international gefragt. Und so fragte die Regierung von Montenegro beim Innenministerium um eine Alpinausbildung für ihre neue, mobile Einheit der Grenzpolizei des Balkanstaates an.

„Die Ausbildung der Kollegen begann bereits im Vorjahr“, schildert Sepp Bierbaumer, der Leiter der Alpinpolizei in Kärnten: „Nahe der kroatischen Grenze standen Alpine Grundschule, Sicherungstechnik und Klettern sowie einfache Rettungstechniken auf dem Programm.“ Kurz darauf reisten die montenegrinischen Grenzpolizisten nach Kötschach-Mauthen und wurden von Obmann Sepp Lederer von der Alpenvereinssektion Obergailtal-Lesachtal im liebevoll und aufwändig hergerichteten Alpinvereinsheim einquartiert.

Bierbaumer: „Die ersten Kontakte mit den Resten der Gletscherwelt auf der Pasterze und auf dem Dachstein konfrontierten die Polizisten aus Montenegro mit einer für sie völlig neuen Welt. Ebenso durchstiegen die Polizisten mit uns die Klettersteige auf dem Cellon und dem Trogkofel.“

Der dritte Teil der Ausbildung fand kürzlich im Durmitor Gebirge in Montenegro statt. Neben der Wiederholung der Rettungstechnik galt es, das Begehen von Schneefeldern sowie den Umgang mit Steigeisen und Pickel zu üben. „Auf dem Programm stand auch die Besteigung des Bobotov Kuk, des mit 2522 Meter höchsten Berges des Balkanstaates“, schildert Bierbaumer, der sich mit seinen Kollegen freut, dass sie ihr Wissen internationalen Kollegen erfolgreich weitergeben konnten, denn alle schlossen die Ausbildung unfallfrei und positiv ab.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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