Mo, 24. September 2018

Wieder Schmuggelfall?

26.07.2018 05:46

Nach Anwaltsbesuch hatte Insassin Schmuck in Hose

Zehn Handys soll ein Rechtsanwalt in die Grazer Karlau geschmuggelt haben, ein Ermittlungsverfahren ist anhängig (mehr dazu hier). Nun macht ein weiterer Advokat von sich reden: Nach seinem Besuch einer verurteilten Betrügerin in der Justizanstalt Graz-Jakomini wurde bei der Frau ein Kästchen mit Schmuck entdeckt.

Große Empörung machte sich kürzlich in Justizkreisen breit, als die „Krone“ von einem Anwalt berichtete, der zehn Handys in die Grazer Karlau geschmuggelt haben soll. Als Depot diente ein Mistkübel, der tags darauf von Häftlingen geleert werden hätte sollen. Das wurde allerdings verhindert, weil Beamte die Handys entdeckten.

Gegen den Juristen läuft ein Disziplinarverfahren, wie die Rechtsanwaltskammer bestätigt, außerdem wird er bis zum Ende der Ermittlungen gegen ihn keinen Klienten mehr vor Gericht in strafrechtlichen Angelegenheiten vertreten. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.

Geistig Beeinträchtigtem 250.00 Euro abgeluchst
Nun macht ein weiterer Fall von sich reden, der sich kürzlich in der Justizanstalt Graz-Jakomini abgespielt haben soll. An jenem Tag bekam eine wegen Betrug Verurteilte - sie sitzt, weil sie als Prostituierte unter falschen Vorwänden einem geistig beeinträchtigten Grazer 250.000 Euro auf hinterhältige Weise abgeluchst hat - im Verhörbereich der Justizanstalt Besuch ihres Anwalts. Einem Beamten fiel auf, dass die Trennscheibe zwischen ihr und dem Advokaten geöffnet war.

Schmuck in der Hose entdeckt
Sofort nach Besuchsende wurde eine Visitierung der Frau angeordnet. In ihrer Hose entdeckten Beamte ein Schmucketui mit einem Paar Ohrringe und einer Halskette. Erste Reaktion der Frau: Der Schmuck stamme nicht vom Rechtsanwalt! Nun ist die Rechtsabteilung der Justizanstalt am Zug. Auch für diesen Advokaten gilt die Unschuldsvermutung.

Monika Krisper
Monika Krisper

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