Mo, 15. Oktober 2018

„Kein Vogelschlag“

14.07.2018 11:30

Dank Falken freier Flug für Eurofighter in Zeltweg

Da sich Meister Adebar ausgerechnet am Heeres-Flughafen in Zeltweg besonders wohl gefühlt haben, herrschte Handlungsbedarf: Speziell trainierte Falken werden daher seit 2015 zur Vergrämung von Storch und Co. eingesetzt, auch die Krähenproblematik konnte man so in den Griff bekommen.

Schon seit ein paar Jahren ist man im Aichfeld darum bemüht, Storch, Reiher und Krähe vom Eurofighter-Flugfeld fern zu halten. Vieles wurde probiert, 2011 erreichte die „Vogeljagd“ ihren damaligen Höhepunkt: Soldaten sollten die für den Flugverkehr gefährlichen Tiere so lange mit starrem Blick anvisieren, bis sie freiwillig das Weite suchen.

„Hatten keinen einzigen Vogelschlag mehr“
Der Stein der Weisen wurde letztendlich in der Vergrämung durch speziell ausgebildete Falken gefunden: „Seit das Projekt an den Start gegangen ist, hatten wir keinen einzigen Vogelschlag mehr“, resümierten damals die Verantwortlichen.

Krähen verschärften Problematik
Die Problematik hat sich zuletzt durch die vielen Krähenvögel wieder verschärft, die Falken-Erfolgsgeschichte konnte dennoch fortgesetzt werden: „Die Krähenpopulation hat sich nicht vermehrt, seit es am Fliegerhorst ein Vergrämungsprogramm mit Falken gibt“, weiß Heeressprecher Christian Fiedler. Reiher und Störche wären ebenso längst kein Thema mehr für die Piloten.

Jetzt rückt der private Falkner nur noch im Anlassfall aus. Fiedler: „Die Situation wird genau kontrolliert, sollten die Vögel ihr Scheuverhalten wieder verlieren, kann das Vergrämungsprogramm jederzeit neuerlich gestartet werden.“

Möwen als Neuzugänge
Während Krähen, Reiher und Störche nun also mittlerweile zu den seltenen Besuchern gehören, beobachtet man am Fliegerhorst Hinterstoisser neue „Flugobjekte“ am Himmel: „Möwen werden in letzter Zeit vermehrt gesichtet - die sind für uns völlig neu“, so Fiedler.

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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