Es ist kein laues Lüfterl, das der Bundesregierung wegen des geplanten Zwölf-Stunden-Tags entgegenweht, sondern ein gewaltiger Sturm der Entrüstung. Am Dienstag trafen sich gut 1300 steirische Betriebsräte in Graz. Am Samstag wird in Wien demonstriert, ab nächster Woche gibt es erste Streikmaßnahmen.
Denn wie der steirische ÖGB-Chef Horst Schachner ankündigte, gibt’s am Montag, 2. Juli, erste Betriebsversammlungen während der Arbeitszeit. Bei der Holding Graz ist um 8.30 Uhr Beginn, ab dann fahren keine Busse und Straßenbahnen in der Landeshauptstadt - immerhin sollte der starke Frühverkehr noch problemlos laufen. Bei den ÖBB beginnt die Versammlung bereits um 7 Uhr in der Früh.
Die Arbeitnehmervertreter verspüren Rückenwind. Der große Saal der Arbeiterkammer platzte am Dienstag aus allen Nähten. Der Zorn richtet sich gegen den 12-Stunden-Tag, auch wenn die Bundesregierung zuletzt immer wieder die Freiwilligkeit durch die Arbeitnehmer betonte. Für Arbeiterkammer-Präsident Josef Pesserl sind die Maßnahmen „katastrophal“! Zur großen Demonstration am Samstag in Wien wollen auch viele Steirer anreisen.
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