Mi, 24. Oktober 2018

Zu acht in ein Auto

26.06.2018 06:00

Auf Taxi verzichtet: Eine tödliche Entscheidung

Nach dem grauenvollen Unfall von Schladming - ein mit acht Personen völlig überladenes Auto war 60 Meter abgestürzt, ein 23-Jähriger gestorben - werden nun neue Details bekannt. Ursprünglich wollte die Gruppe ein Taxi bestellen, doch die Wartezeit war zu lang. Also stellte ein Steirer das Auto seines Vaters zur Verfügung.

Warum der Senior seinem Sohn das Auto für die Fahrt zur Lederhosenparty gab, ist angesichts des zu erwartenden Alkoholkonsums eine moralische Katastrophe. Nach der Veranstaltung war der Junior zwar vernünftig genug, sich nicht selbst ans Steuer zu setzen, dafür überließ er den Wagen einem vermutlich betrunkenen Freund, der keine Zeit hatte, um auf ein Taxi zu warten. Der 19-Jährige nahm vier Burschen und eine 16-Jährige mit und ließ auch noch zwei Fremde einsteigen.

Kurz vor der letzten Kehre passierte es
Die beiden Oberösterreicher gehörten zu einer 15-köpfigen Gruppe, die einen Ausflug gemacht hatte, und hatten die Einheimischen um eine Mitfahrgelegenheit nach Schladming gebeten. Auch sie durften sich in den VW-Passat zwängen. Nur einige Minuten später starb einer von ihnen, er war gerade einmal 23 Jahre alt, bei einem Horror-Unfall.

Sonntag gegen vier Uhr durchbrach der Wagen - neben dem Lenker saßen zwei Personen - kurz vor der letzten Kehre den Holzzaun und stürzte sich mehrere Male überschlagend über einen Steilhang 60 Meter in die Tiefe. Vermutlich hat der Lenker - er befindet sich im LKH Salzburg - schon erfahren, was passiert ist. Und muss damit leben . . .

Nur 6,50 Euro pro Kopf - und nichts wäre passiert
Wer Geld zum Feiern hat, sollte sich ein Taxi leisten können. Wie eine Taxiunternehmerin mitteilt, hätte im Kleinbus jeder der acht Personen nachts für die Fahrt von Ramsau nach Schladming 6,50 Euro bezahlt. Ab 1. Juli wird der Preis etwas angehoben, doch das ist wohl egal.

Manfred Niederl
Manfred Niederl

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