Mi, 15. August 2018

Koalition uneinig

05.06.2018 17:40

Heiße Debatte um Wolf: Jetzt rauchen Expertenköpfe

Die Rückkehr des Wolfes in die Steiermark beschäftigte am Dienstag auch den Landtag. Die FP fühlte Umweltlandesrat Anton Lang (SP) auf den Zahn. Dieser betonte einmal mehr, gegen einen Abschuss des streng geschützten Tieres zu sein. Doch Lösungen müssen her, so tagte erst am Montag die „Dialoggruppe Wolf“.

Lang stellte sich damit klar gegen VP-Agrarlandesrat Hans Seitinger, der ja in der Vorwoche nach Schafrissen in Wald am Schoberpaß (die DNA-Analysen, ob es ein Wolf war, stehen noch aus) einen Abschuss forderte. Laut Lang kann bisher nicht von einem „Problemwolf“ die Rede sein. „Dass ein Wolf in die Nähe von abgelegenen Höfen kommen kann und dort Schafe oder Ziegen reißt, wird von Experten als normales Verhalten eingestuft.“

Landesrat verspricht „realistische Vorschläge“
Kritik der FPÖ, wonach Lang bisher untätig wäre, konterte dieser mit einigen Maßnahmen. So wurde im Herbst 2017 eine „Dialoggruppe Wolf“ eingerichtet, in der mehrere Interessensgruppen vertreten sind - von den Almbauern über den WWF bis zu den Jägern. Bereits seit 2012 ist Experte Georg Rauer als Wolfsbeauftragter tätig. Es gibt zudem einen konkreten Ablaufplan im Falle eines Risses. Lang verspricht weiters „realistische Vorschläge und Angebote“, die den Betroffenen helfen sollen, in den nächsten Jahren mit der neuen Situation umzugehen.

Einen Beitrag zu sinnvollen Lösungen soll auch der von der „Steirerkrone“ geplante Wolfsgipfel bringen, an dem viele Experten an einen Tisch kommen.

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