Mo, 23. Juli 2018

Seekirchen

31.05.2018 07:55

Neue Bezirkshauptstadt für den Flachgau

Nach dem Bezirksgericht angelt sich Seekirchen nun auch die Bezirkshauptmannschaft, ist damit „Hauptstadt“ im Flachgau. Bürgermeisterin Monika Schwaiger hat es bereits vor zehn Jahren angekündigt. Einen Standort für die BH gäbe es bereits. Noch muss aber die Umsiedlung des dort liegenden Bauhofs geklärt werden.

Seekirchens Bürgermeisterin Monika Schwaiger jubelt: Seekirchen wird jetzt endgültig zur Bezirkshauptstadt. Neben dem Gericht wird auch die Bezirkshauptmannschaft an den Wallersee übersiedeln. „Ich habe in meinem ersten Wahlkampf vor zehn Jahren angekündigt, Seekirchen zur Bezirkshauptstadt machen zu wollen. Damals wurde ich von den politischen Mitbewerbern belächelt und als etwas naiv hingestellt“, sagt Schwaiger und fügt hinzu: „Jetzt fühle ich mich sehr gut, es hat auch viel Einsatz gekostet.“

Einen idealen Standort hat die Gemeinde auch bereits gefunden. Die BH soll auf das Gelände des Doll Bauhofs kommen, direkt neben das neue Stadtquartier. Allerdings muss hierfür noch die Umsiedelung der Firma über die Bühne gehen. Eine Fläche zwischen Eugendorf und Henndorf, direkt an der B1 - aber im Ortsgebiet von Seekirchen - wurde bereits vor einigen Jahren dafür auserkoren. Bisher scheiterte es aber an der Raumordnung unter der Grünen Astrid Rössler. Durch die neue Regierung, die Raumordnung ist jetzt in ÖVP-Händen, herrscht jedoch Hoffnung für die Umsiedlung. Der südliche Stadtteil würde damit komplett neu entstehen.

Das Stadtquartier besteht aus dem Bezirksgericht, dem neuen Stadtpark und rund 150 Wohnungen. Vor kurzem wurde das Siegerprojekt eines Linzer Architekten für das Gesamtkonzept prämiert.
Derzeit läuft ein weiterer Bewerb zum Bezirksgericht. Dieses soll möglichst schnell gebaut werden. Ein Sieger wird im Juli fixiert. Der Baubeginn könnte damit schon Ende des Jahres erfolgen. Gleichzeitig könnte auch der Stadtpark entstehen. „Er ist sicher ein Highlight und das Gericht soll ja nicht auf einem Baufeld stehen“, sagt die Stadtchefin.

Für die Wohnungen der Heimat Österreich, 150 sollen es werden, ein Drittel davon geförderte Mietwohnungen, gibt es im Sommer einen Wettbewerb. Die Entscheidung fällt im September. „Ich sitze für die Gemeinde in der Jury. Es ist wichtig, dass wir mitentscheiden können“, sagt die Bürgermeisterin, die zahlreiche Projekte managen muss. Ein weiteres ist die geplante S-Bahn Haltestelle Seekirchen Süd. Hier wurde vergangene Woche der Grundsatzbeschluss im Gemeinderat abgesegnet.
Allerdinges nicht zur Freude aller. Denn durch die zweite Haltestelle in der Stadt wird wahrscheinlich der Stopp in Zell am Wallersee wegfallen. Deshalb stimmte die Opposition gegen den Bahnsteig. Schwaiger: „Es gibt bei uns zwei Haltestellen. Wenn eine neue kommt, muss dafür wahrscheinlich eine andere gestrichen werden. Das ist aber noch nicht fix. Falls es so weit kommt, werden die Busverbindung in Zell verstärkt.“ Natürlich könne man nicht fordern, Stationen in anderen Gemeinden, wie beispielsweise Eugendorf, zu schließen.

Für viel Diskussion sorgte in den vergangenen Jahren auch die Renovierung des Hofwirts im Zentrum, welche im Laufen ist. „Ich bin froh, dass sich die Bürger dafür entschieden haben“, sagt Schwaiger. Kritik kommt immer wieder von der Opposition, weil die Kosten explodieren sollen.
„Stimmt nicht, wir mussten 300.000 Euro mehr investieren, weil es Probleme mit dem Fundament gegeben hat. Das Gebäude ist einige hundert Jahre alt, da kann es immer wieder Überraschungen geben“, so die Bürgermeisterin.

Felix Roittner
Felix Roittner

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