27.05.2018 06:00 |

Vorstoß der FPÖ

Dem „Binnen-I“ soll es jetzt an den Kragen gehen

Das Lese von offiziellen Schriftstücken des Landes Steiermark kann einigermaßen schwer fallen. Schuld daran sind die geschlechterspezifischen Formulierungen, die den Lesefluss massiv stören. Das wiederum stört die steirischen Freiheitlichen massiv, sie wollen - nach Vorbild des jüngsten Bundesheer-Vorstoßes - dem „Binnen-I“ an den Kragen rücken.

„Der/die“, „MitarbeiterInnen“, „Vorgesetzter/Vorgesetzte“ und Co.: So genannten „geschlechtergerechten Formulierungen“ - wie man sie etwa im Dienst- und Besoldungsrecht des Landes - findet, soll es jetzt auch in der Steiermark an den Kragen gehen. Anlass für einen entsprechenden Vorstoß der Freiheitlichen ist Minister Mario Kunaseks jüngster „Abmarschbefehl“ für das „Binnen-I“ im Heer; wir berichteten.

Verteidigungsminister ist Vorbild
„Aufgrund der Initiative des steirischen FPÖ-Ministers werden wir nun auch auf Landesebene mit einem entsprechenden Antrag fordern, dass die Rückkehr zur sprachlichen Normalität eingeleitet wird“, bestätigt Blauen-Klubchef Stefan Hermann der „Krone“. Das bedeutet die Streichung von „Binnen-I“ und Konsorten aus den Landestexten, wo sich auch furchtbare Doppelformulierungen wie „jeder Organwalter/jede Organwalterin“ finden

Für Hermann hätten die Steirerinnen nämlich ganz andere Sorgen als das Gender-Thema: „Die Diskussion über die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft auf dem sprachwissenschaftlichen Teilgebiet der Grammatik auszutragen, geht völlig ins Leere, da dadurch die tatsächlichen Problemstellungen, wie beispielsweise weniger Lohn für gleiche Arbeit, in keinster Weise gelöst werden!“

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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