Fr, 20. Juli 2018

300 Millionen-Invest

25.03.2018 09:30

Bad Gastein: Chinesen wollen gern einsteigen

Touristen aus Asien sollen künftig vermehrt nach Bad Gastein strömen, Salzburg ist ja schon ein Lieblingsziel. Hinter dem Projekt steckt Siegmund Kahlbacher, der Niederösterreicher hat die Sichuan-Gruppe hinter sich und will 300 Millionen Euro investieren. Eine Chance für die vom Land gekauften Häuser im Zentrum?

Wie im „Wirtschaftsmagazin“ am Samstag berichtet, hat der mit einer Chinesin verheiratete Manager aus dem Kurort Baden bei Wien vor einigen Jahren begonnen, mit seinen asiatischen Partnern in Österreich Hotels aufzukaufen und zu sanieren. So die berühmten Hotels „Sauerhof“ und „Sacher“ in Baden oder in Hallstatt im Salzkammergut das Salzamt.

Nach eigenen Angaben verhandelt Kahlbacher seit eineinhalb Jahren in Bad Gastein. Von Seiten des Landes Salzburg erfuhr die „Krone“ aber: „Mit uns hat er bisher keinen Kontakt aufgenommen, wir wären natürlich immer erreichbar gewesen.“

Kahlbacher bleibt jedenfalls dabei: Gastein sei sein großes Ziel, noch dazu wo er im Gesundheitsbereich auf große Erfahrungen zurückblicken kann. Begonnen hat er nämlich mit dem Biotech-Unternehmen „Global Health“, das in Asien sieben Produktgruppen herstellt und vertreibt, die Patente hat der Österreicher vor 15 Jahren nach Asien gebracht.

Ziel in Österreich war es, bis zum Jahr 2020 eine Bettenanzahl von 5000 zu erreichen, doch bei acht Häusern derzeit sind es erst rund 1400.

Die Bürokratie und das Bundesdenkmalamt seien die größten Hürden, behauptet Kahlbacher.

Neben dem „Sanotel“, einem Hotel unterhalb der Kirche, das vor einigen Jahren mit 3,5 Millionen Euro Schulden in die Pleite gerutscht ist, hat sich die Kahlbacher-Gruppe noch ein Haus gesichert. 
Ziel sind die früheren Duval-Gebäude, die sich jetzt im Besitz des Landes befinden: Es handelt sich um das Hotel Straubinger, die Alte Post und das Badeschloss.

Noch in Händen von Duval junior und seiner Partner sind das Haus Austria und das Kongresszentrum. Derzeit verhandelt das Land Salzburg intensiv mit potenten europäischen Gruppen, wie aus der Landesregierung zu erfahren war. Möglich wäre ein Vertragsabschluss oder zumindest eine Absichtserklärung innerhalb kurzer Zeit.

In der Gemeinde Bad Gastein wird derzeit über eine Verkehrslösung nachgedacht. Wenn mehrere hundert Hotelbetten nach vielen Jahrzehnten im Zentrum aktiviert werden, entsteht eine neue Situation.

Großes Parkhaus könnte die Drehscheibe sein
Hier rückt das mehrstöckige Parkhaus hinter dem Hotel Austria ins Zentrum. Es ist in die Jahre gekommen und hat keine ideale Zufahrt. Mittelfristig wäre ein Umbau notwendig.
Geprüft werden soll eine Verbindung zur Karl Heinrich Waggerl-Straße und somit eine schnelle Fahrt zu Felsenbad und Stubnerkogel-Talstation sowie über die  Kötschachtalerstraße zum Graukogel.
Noch aus den Zeiten von Bürgermeister Anton Kerschbaumer gibt es den kühnen Plan, die Mittelstation des Graukogels mit der Talstation der Stubnerkogelbahn durch einen Lift zu verbinden.

Vermutlich wird ein Bündel von Maßnahmen umgesetzt: Umweltfreundliche Skifahrer-Busse und kleinere City-Busse, die alle Teile des Zentrums von Bad Gastein erschließen könnten.
Abgekommen ist man von utopischen Plänen wie einem Personenlift durch das Zentrum.

Hans Peter Hasenöhrl

 krone.at
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