Warum's gerade um diesen Betrag geht? Weil der (mittlerweile) Ex-Vorstandsdirektor der Energie Steiermark (EStAG), Franz Karl Maier (Bild), jetzt genau diesen Betrag bei Gericht einklagt. Für - liebe Leser, anhalten! - 65 nicht konsumierte Urlaubstage 86.800 Euro. Und weitere 78.500 Euro als "Erfolgsprämie" für acht Monate Tätigkeit im laufenden Jahr. Nicht schlecht...
Die Wiener Anwaltkanzlei Burgstaller & Preyer begehrt das für ihren Klienten. Die EStAG wehrt sich. Mit einem Gutachten des renommierten Arbeitsrechtlers Univ. Prof. Gert-Peter Reissner. Dieser ortet nämlich "verwerfbares Vereiteln des Urlaubskonsums". Denn Maier sei mehrfach dazu aufgefordert worden, seinen Resturlaub zu konsumieren.
400.000 Euro Jahreseinkommen
Das hat der Vorstand - Einkommen übrigens 400.000 Euro pro Jahr - nicht getan. Vielmehr hat Maier in den letzten beiden Monaten seines EStAG-Berufslebens noch eine dreiwöchige Kur absolviert, und, pikant, auf Rechnung den Stromkonzerns, noch einen teuren Englischkurs im Ausland absolviert.
Wie's mit der Prämie (geklagt sind eben 78.500 Euro) ausschaut, ist Sache des Aufsichtsrats-Präsidiums. Das hat in der Causa schon mehrmals getagt, ist aber zu keiner Entscheidung gekommen. Vorstandssprecher Oswin Kois will nicht kommentieren: "Das ist ein schwebendes Verfahren..."
Franz Karl Maiers langjähriger Vorstandskollege, Franz Kailbauer, hat seinen ehemaligen Dienstgeber übrigens nicht geklagt.
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.