"Ein Architektenwettbewerb brächte eine rasche, qualitätsvolle Lösung", zeigte Oppitz-Plörer am Samstag auf. "Ich werde diesen Vorschlag vorbringen." Genau das Fehlen eines Wettstreits unter den Architekten hatte der Fachbeirat auch kritisiert: "Die komplexe Diskussion über das Pema-Projekt bestätigt unser Bedauern, dass im gegenständlichen Fall kein Wettbewerb abgewickelt wurde."
Dabei habe diese Herangehensweise der Stadt Innsbruck eine Vielzahl architektonisch hochwertiger Bauten gebracht, erklärten die Architekten und erinnerten an das Innsbrucker Rathaus, die Sprungschanze, die Hungerburgbahn neu und auch ans neue Kaufhaus Tyrol.
"Es sollten mehrere Varianten ausgearbeitet werden, dafür verzichtet die Stadt im Gegenzug auf einen Wettbewerb", erklärte Planungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Oppitz-Plörer, die dieses Amt erst vor vier Monaten vom damaligen Vize Christoph Platzgummer übernommen hatte. Doch Varianten gab’s offenbar keine, kritisierte der Fachbeirat: "Wir hatten keinen Vergleich, deswegen war es eine schwierige Diskussion", sagte Roger Riewe, Vorsitzender der hochkarätig besetzten Expertenkommission. Die Qualität der Unterlagen habe nicht dem entsprochen, was bei dieser Projektgröße erforderlich ist.
Widerstand im Internet
Innsbrucker Raumplanungs- und Landschaftsplanungsbüros haben sich bereits koordiniert und ihre kritische Haltung zum Vorhaben formuliert: Unter dem Namen "Hochhausmurks" haben sie ihre kritischen Einwände auf einer Website zusammengetragen (den Link findest du in der Infobox).
von Philipp Neuner, Tiroler Krone









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