09.03.2018 23:50 |

Fünf-Jahres-Bilanz

Stadt verteidigt Kosten für das „Haus der Musik“

Bei der Pressekonferenz der Stadt Innsbruck zu den städtischen Bauprojekten wurde am Freitag Bilanz über die vergangenen fünf Jahre gezogen. Durchschnittlich seien die Abrechnungen der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG)-Projekte um 2,1 Prozent unter dem kalkulierten Budget. Kostenüberschreitungen, wie etwa beim „Haus der Musik“, seien im vertretbaren Rahmen.

Rund 62,7 Millionen Euro statt den 58 Millionen – das „Haus der Musik“ wird deutlich mehr kosten als geplant. Wer die Überschreitungskosten von 4,7 Mill. tragen wird, sei Teil von Verhandlungen, erklärte Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. Im Vorfeld aufgeteilt wurden lediglich die anfänglich geplanten 58 Mill. – davon trägt die Stadt 25,4 Mill., das Land 23,6 Mill. und der Bund neun Millionen Euro. Grundsätzlich habe man sich von Seiten der Stadt Innsbruck von Anfang an 15 statt den vereinbarten zehn Prozent Kostentoleranz gewünscht, „dann wären wir jetzt nur 3 Prozent drüber“, sagt Oppitz-Plörer. Die vorhandenen Kosten von 62,7 Mill, sind laut Oppitz-Plörer aus heutiger Sicht aber „zu 100 Prozent tragbar“.

Mehrkosten wegen boomender Baubranche
Die Mehrkosten ergeben sich laut IIG-Geschäftsführer Franz Danler durch die boomende Baubranche: „Viele Firmen sind ausgelastet. Zum Teil haben wir nur sehr wenige Angebote bekommen, die Kosten wurden dadurch höher.“ Aber auch zusätzliche Investitionen in die Qualität trugen dazu bei – die würden sich allerdings langfristig auszahlen.

Im Durchschnitt seien die Abrechnungen aller IIG-Projekte aber um 2,1 Prozent unter dem kalkulierten Budget – laut Oppitz-Plörer ein Beweis für einen verantwortungsvollen Umgang der Stadt Innsbruck mit öffentlichen Geldern.

Kein Saisonsausfall am Patscherkofel gewollt
Was den Patscherkofel betreffe, habe man eine rasche Fertigstellung forciert, um keinen Saisonsausfall zu erleiden. Grundsätzlich sei aber noch nicht alles abgerechnet, deswegen will Patscherkofel-Geschäftsführer Martin Baltes auch keine „Wasserstandsmeldungen“. Bisher wurden 38,6 Mio. Euro ausgegeben, Baltes glaubt an eine Punktlandung betreffend der beschlossenen 55 Millionen €. Zufrieden zeigt man sich betreffend der Stadt- und Regionalbahn, dort sei der Voranschlag um 50 Mill. unterschritten.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter
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