Am Donnerstag startet der Kaunertaler Gletscher den Skibetrieb. Damit stehen alle fünf Tiroler Gletscher (Kaunertal, Pitztal, Sölden, Stubai und Hintertux) wieder für die Wintersportler bereit. Die Verantwortlichen versprühen Optimismus, auch wenn die Marktforscher eine sehr schwierige Saison mit Gästerückgängen prognostizieren. "Wir müssen uns daran gewöhnen, kurzfristig zu denken. Die Gäste buchen sehr spontan. Das heißt aber auch, dass wir jetzt keinesfalls sagen können, wie die Saison wird. Bis Dezember schaut es aber für die Gletscher recht gut aus", lässt sich Willi Krüger vom Pitztaler Gletscher doch noch eine Einschätzung entlocken.
Seit mehr als zehn Jahren werben die fünf Tiroler Gletscher gemeinsam um Gäste. Zentral- und Osteuropa sind die Hoffnungsmärkte. Enttäuscht zeigt sich Krüger von der Österreich Werbung: "Da fehlt die Unterstützung für unsere Anliegen. Die Außenstellen sind nicht mehr effizient."
Kunstschnee auch im ewigen Eis
Ohne künstliche Beschneiung kommen auch die Gletscher nicht mehr aus. In allen fünf Gebieten wurden um Millionen neue Anlagen gebaut. "Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Gletscherschutz", betont Christian Schnöller vom Ötztaler Gletscher. Im Pitztal wird dank israelischer Technik sogar bei Plusgraden Schnee produziert.
Leistungsstärkere Lifte, Aussichtsplattformen und begehbare Gletscherspalten – die Liste der neuen Attraktionen zwischen Hintertux und dem Kaunertal ist lange. Die Preise für die Skipässe wurden um 2 bis 3 Prozent erhöht. In Zeiten der Karten-Verbünde wollen die Gletscher mit dem "White5"-Skipass punkten (308 Euro für zehn Tage).









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