Sa, 21. Juli 2018

Franzosen holten Sieg

10.02.2018 06:36

Musiker stellten sich Mozartwettbewerb

Dass das Mozarteum ein gutes Sprungbrett für eine Weltkarriere ist, beweisen Sängerinnen wie Genia Kühmeier, Renée Fleming oder Diana Damrau und natürlich Dirigentin Lisi Fuchs, die mit ihrem Orchester „Philharmonie Salzburg“ gerade ihren 20er feiert. Insofern verwundert es nicht, dass auch die jungen Musiker, die sich dem Mozartwettbewerb stellen, so einem Erfolg nacheifern.

Beim internationalen Contest, der alle zwei Jahre stattfindet, gingen diesmal acht Streichquartette und 37 Sänger aus aller Herren Länder ins Rennen. Nach einem ersten Auswahlverfahren, standen Donnerstag drei Ensembles, die jeweils ein komplettes Konzert mit zumindest einem von Mozarts Streichquartetten (KV 387 - KV 590) zum besten geben mussten, im großen Finale. „Für uns ist es eine Ehre dabei zu sein, aber auch eine große Herausforderung, schließlich müssen wir hier mit einem abendfüllenden Programm überzeugen“, so das Eliot Quartett aus Deutschland, dass sich mit dem Quatuor Akos und dem Quatuor Tchalik, beide aus Frankreich, um den mit 20.000 Euro dotierten ersten Platz matchte. Beim Konzert gegenseitig über die Schulter geschaut, oder gar heimlich gelauscht haben die jungen Musiker aber nicht. „Dafür sind wir nach so einem Auftritt viel zu ausgepowert.“

Vermutlich spielte aber auch die Nervosität mit, immerhin ist, wie der künstlerische Leiter des Wettbewerbs Benjamin Schmid betonte, Mozart in der Musikwelt ein Sticker, wie kein anderer. „Es ist für jeden eine Auszeichnung, der mit diesen Preis in Verbindung gebracht wird. Bei der Beurteilung orientieren wir uns natürlich an verschiedenen Parametern wie technische Präzision oder rhythmische Gestaltung. Letztendlich ist aber die künstlerische Botschaft, die dem Publikum mitgeteilt wird, entscheidend“, so Schmid.

Dieses zeigte sich von der internationalen Strahlkraft des Wettbewerbs und natürlich den Leistungen der Musiker ganz begeistert. „Ich fand alle drei Ensembles sehr beeindruckend. Ein Urteil würde ich mir aber nie anmaßen, das überlasse ich lieber den Profis“, so Heinrich Magometschnigg. Warum eigentlich nicht, so spielt der ehemalige Ärztliche Direktor des Uniklinikums doch selbst ein Instrument. „Ich wollte eigentlich immer Pianist werden, umso mehr freut es mich, dass ich jetzt die Zeit finde, mich ausgiebig der klassischen Musik zu widmen.“ Wo und wann er mit seinem Trio auftritt, wollte er nicht verraten. Verständlicherweise, so war doch der Abend den jungen Musikern, die der Entscheidung schon gespannt entgegenfieberten, vorbehalten.

Der Juryvorsitzende Lukas Hagen spannte sie aber ohnehin nicht unnötig auf die Folter und gab mit dem Quatuor Tchalik den glücklichen Sieger bekannt. „Die französischen Geschwister überzeugten uns sowohl in den Vorrunden als auch beim Finalkonzert, in dem sie Werke von W. A. Mozart, Thierry Escaich und Johannes Brahms interpretierten. Die hohe Qualität aller Quartette hat uns die Entscheidung allerdings nicht leicht gemacht.“

Tina Laske
Tina Laske

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