Böses Erwachen

Polizeihündin bellt Verdächtige aus dem Schlaf

Steiermark
27.09.2009 22:11
In Sicherheit haben sich am Sonntag ungarische Erntehelfer gewähnt, weil sie nach dem Überfall auf zwei Oststeirer eine falsche Spur gelegt hatten. Dumm nur, dass Diensthündin Amica Baccara (im Bild mit Herrchen Walter Zechmeister) die Witterung aufnahm. Sie ließ sich nicht beirren und stöberte die Verdächtigen in ihrer Unterkunft auf.

Nach einer beschwingten Party in Gersdorf (Bezirk Weiz) machten sich am Sonntag gegen 6 Uhr zwei Arbeiter, 35 und 37 Jahre alt, auf den Heimweg. Laut Angaben der beiden folgten ihnen "zwei Typen". Dann wäre das Duo plötzlich über sie hergefallen, hätte sie über eine Böschung in den Acker gestoßen und mit Faustschlägen und Tritten traktiert.

"Sie hat sofort Witterung aufgenommen"
Die Oststeirer sagten weiter aus, dass ihnen ein Bargeldbetrag von insgesamt 90 Euro geraubt worden wäre. Von den Angreifern fehlte vorerst jede Spur. Zweieinhalb Stunden nach dem Vorfall traf der Polizeibeamte Walter Zechmeister mit seiner fünf Jahre alten Belgischen Schäferhündin Amica Baccara am Tatort ein: "Sie hat sofort Witterung aufgenommen und mir gezeigt, wie die Verdächtigen uns durch eine falsche Spur täuschen wollten. Sie sind etwa 300 Meter die Straße entlang und dann nach links in den Wald gegangen. Dort haben sie umgedreht, sind heim in ihre Unterkunft und haben sich schlafen gelegt." Die Polizei fand im Wald eine ungarische Tankkarte sowie einen 20-Euro-Schein.

Bedrohlicher Anblick
Die Erntehelfer, 24 und 26 Jahre alt, die neben einem Bauernhof in einem Holzhaus untergebracht sind, fühlten sich sicher. Doch um 10 Uhr wurden sie durch Knurren und Bellen unsanft aus dem Schlaf gerissen. Den Anblick des Hundes, der vor ihren Betten stand, und seines uniformierten Herrchens machte die Ungarn lammfromm. Die (bislang unbescholtenen) Männer legten ein Geständnis ab. Sie gaben zu, die Oststeirer in den Graben gestoßen und verletzt zu haben. Den Raub streiten sie aber energisch ab.

Zur Tatzeit waren sowohl die mutmaßlichen Täter als auch die Opfer betrunken. Die beiden Ungarn wurden auf freiem Fuß angezeigt.

von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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