Exotischer Fund

Polizei beschlagnahmt Gras und Giftschlangen

Steiermark
23.09.2009 15:20
Ein mulmiges Gefühl haben Suchtgiftfahnder bekommen, als sie am Montag in Leoben-Donawitz eine Indooranlage für Hanfpflanzen beschlagnahmen wollten. Kein Wunder, denn der Mieter, ein 28-jähriger Obersteirer, hielt in seiner Wohnung - noch dazu in nicht ausreichend gesicherten Terrarien - vier Giftschlangen. Darunter war auch eine Puffotter, deren Gift ausreicht, um fünf Männer zu töten!

Der Verdächtige - er lebt im zweiten Stock eines Mehrparteienhauses und ist wegen seiner Drogensucht in Frühpension - hatte vor Jahren noch 62 (!) Schlangen besessen. Zuletzt fütterte er nur noch vier, dafür umso gefährlichere Reptilien: eine Puffotter (Bild), zwei Klapperschlangen sowie eine Hornviper.

Schlangen vom Grazer Schwarzmarkt
"Laut seinen Angaben hat er die Schlangen in Graz am Schwarzmarkt gekauft", berichtet ein erhebender Beamter: "Experten haben sie beschlagnahmt und mitgenommen. Angst macht mir die Behauptung des Verdächtigen, dass im Raum Leoben viele, offenbar nicht registrierte Giftschlangen gehalten werden…"

Die neun Stöcke mit den Hanfpflanzen transportierte die Polizei ab. Der 28-Jährige beteuert, dass er den Stoff nur für den Eigengebrauch verwendet hatte.

Auch Bekannter als "Hanfbauer"
Positiv verlief auch eine Durchsuchung in der Wohnung eines Bekannten des 28-Jährigen im Leobner Stadtteil Lerchenfeld. Der Mann ist 30 Jahre alt, ebenfalls süchtig, auch Frühpensionist und lebt in einer Wohnung im dritten Stock. "Hier haben wir auch neun Stöcke beschlagnahmt, und die im Schlafzimmer", schildert ein Drogenfahnder: "Die Hanfpflanzen (Bild) waren bereits gut entwickelt."

von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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