19.01.2018 13:52

Maggies Kolumne

Wir müssen die Meere schützen

Jeder Strandurlauber kennt das: Zwischen Muscheln und Seegras liegt hier eine Plastikflasche und dort eine Sonnencremetube. Man ärgert sich, ist entsetzt. Aber wir haben uns an diesen Anblick gewöhnt. Und er bietet sich uns an der Adria ebenso wie auf den Malediven.

Sechs Millionen Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr ins Meer. Tendenz steigend. Jährlich sterben daran Millionen Seevögel und Fische. Anfang dieses Jahres strandete ein sechs Meter langer Wal an der norwegischen Küste. Er war offensichtlich krank und wurde deshalb getötet. Bei der Obduktion machte man eine gruselige Entdeckung. Im Magen des Tieres lagen Sackerln und andere Gegenstände aus Kunststoff. Der Darm hingegen war leer. Der Wal war verhungert, weil das Plastik den Durchgang in den Verdauungstrakt verstopft hatte.

Ein Ring, der sechs Trinkdosen zusammenhält benötigt ca. 400 Jahre, eine Einwegwindel etwa 450 Jahre, bis sie sich zersetzen. Wir zerstören die Meere also nachhaltig, wenn wir so weiteragieren. Hinzu kommen die Auswirkungen nach Katastrophen, wie dem unlängst gesunkenen Tanker vor der chinesischen Küste. Das dabei ausgelaufenen Ölkondensat ist besonders gefährlich! Denn es bildet keinen Ölteppich, sondern erzeugt unter Wasser eine giftige Substanz, die nicht mehr zu sehen ist.

Das von Experten befürchtete Resultat: Tiere werden chronische Krankheiten bekommen, und ihre Fortpflanzung wird gehemmt. Und dies in ohnehin schon leergefischten Meeren. Regierungen, wir alle müssen unsere Meere schützen. Verzicht auf Ozeanfische und Vermeidung von Plastik ist bereits ein Beitrag!

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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