Schuss mit Folgen

“Rehkitz-Causa” beschäftigt jetzt die Polizei

Steiermark
04.09.2009 16:28
Die Polizei hat sich eingeschaltet, maßgebliche Entscheidungsträger werden um Stellungnahmen ersucht, viele Grundbesitzer sind fassungslos ob ihrer "Rechtlosigkeit": Eine Flut an Reaktionen errreichte die "Steirerkrone" nach dem Bericht über einen Waidmann, der im Bezirk Liezen ein junges Reh auf einem Privatgrund angeschossen hat (Nachlese in der Infobox).

Der Besitzer des ein Hektar großen, umzäunten Grundes gibt an, gut versteckt auf seiner Wiese Kitze beobachtet zu haben, als ein Schuss fiel. Eines der Tiere fand er dann angeschossen und sterbend im Gras liegen.

"Bin immer noch geschockt"
"Ich bin heute noch geschockt. Und nur froh, dass ich nicht, wie so oft, mein Enkerl mit hatte." Dass per Gesetz auf Privatgrundstücken gejagt werden darf – solange man das nicht explizit schriftlich bei der Gemeinde untersagt – bringt viele Leser in absolute Rage: "Das haben wir gar nicht gewusst – wie kann sowas denn erlaubt sein!"

Polizei überprüft, ob Gesetztesverletzung vorliegt
Aber die Causa wird auch zur Angelegenheit der Exekutive: "Wir lassen überprüfen ob hier eine Verletzung nach dem Waffengesetz vorliegt", sagt Walter Husa von der Sicherheitsdirektion. "Krone"-Tiereckenchefin Maggie Entenfellner wiederum ("das kommt doch Hausfriedensbruch gleich") hat am Freitag Verantwortungsträger um Stellungnahmen ersucht.

Tierschützer verlangen Änderungen
Und die Tierschützer um Tier-WeGe und Aktiven Tierschutz verlangen Änderungen. Herbert Oster, Aktiver Tierschutz-Chef: "Es sind Gefühllosigkeit und Schießwütigkeit mancher Jäger, die jeden mit Herz einfach sprachlos machen."

von Christa Blümel, "Steirerkrone" und steirerkrone.at

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