Polizei, Ordnungswache und Jugendamt streifen regelmäßig durch das Grazer Nachtleben. Im Zuge dieser Schwerpunktkontrollen stehen Anzeigen wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz nach wie vor auf der Tagesordnung: Bis Ende Juni gab es heuer bereits 127 Ermahnungen (im Vorjahr waren es 255), 21-mal wurde Sozialdienst "verordnet" (2008: 16), dazu setzte es zwei Geldstrafen (2008: keine) - das sind insgesamt 150 Verfahren gegen Jugendliche 2009. Im Klartext: Tendenz steigend!
Schwarze Schafe bringen Branche in Verruf
Auch unter den Wirten gibt es immer noch schwarze Schafe: "Einige wenige bringen eine ganze Branche in Verruf! Die meisten Wirte halten sich penibel an die gesetzlichen Bestimmungen", betont der (politisch) blaue Stadtrat Mario Eustacchio. Vor allem mit einigen unverbesserlichen Lokalbesitzern im Grazer Uni-Viertel gebe es nach wie vor Probleme.
Beweisführung schwierig
Jedes Jahr werden rund 15 Grazer Wirte angezeigt. Wobei diese Zahl nur von bedingter Aussagekraft sei, wie Verena Fischer, Juristin im Magistrat Graz, erklärt: "Die Beweisführung ist sehr schwierig. Nur wenn wir Wirte 'auf frischer Tat ertappen', können wir einschreiten." In den meisten Fällen sei man auf "Kommissar Zufall" angewiesen.
Übrigens: Weigern sich Wirte beharrlich, die Regeln einzuhalten, kann das bis zum Entzug der Konzession gehen! "Das ist aber bis dato noch nie passiert", sagt Fischer. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden…
Daten und Fakten
von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.