Das alte Leid

Wirbel bei Fußballmatch gerade noch entschärft

Steiermark
05.07.2009 21:18
Das Freundschaftsspiel SK Rapid - Banik Ostrau (2:1) am Samstag im Loipersdorfer Waldstadion wäre um ein Haar in einer blutigen Schlacht untergegangen. Ein Großaufgebot der Polizei - die steirischen Uniformierten wurden von burgenländischen Kräften unterstützt - konnte den Konflikt gerade noch unter Kontrolle bringen. Etliche Fans wurden erst abgeschirmt (siehe Foto) und dann angezeigt.

"Tschechische Hooligans sind in kleinen Gruppen angereist", erklärte ein Mitglied der Einsatzeinheit am Sonntag: "Sie haben ihre Autos vor dem Feuerwehrhaus abgestellt, sind wie ganz normale Zuschauer einzeln ins Stadion gegangen und haben sich erst dort zu einer Truppe von 40 Mann formiert."

300 Österreicher, 40 Tschechen, 90 Uniformierte
Der tschechische "Trupp" - alle Mitglieder hatten mit Sand gefüllte Kampfhandschuhe an und waren mit Stangen bewaffnet - näherte sich 15 Minuten nach Spielbeginn dem Rapid-Sektor und forderte die zahlenmäßig weit überlegenen Fans zum Kampf heraus. Eine wilde Schlägerei war die Folge. Plötzlich schien es, als würden an die 300 wütende Österreicher ausbrechen und die Tschechen überrennen, doch das konnte die Polizei verhindern. 90 Uniformierte, davon 37 aus dem Burgenland, hielten mit letzter Kraft die Streitparteien auseinander. Schließlich gaben die Tschechen als Erste nach zogen ab.

Hooligans auf die Autobahn eskortiert
Die Hooligans wurden von Streifen bis auf die Autobahn begleitet. Die Befürchtung, dass sie ins Stadion zurückkehren könnten, erfüllte sich nicht. Sie fuhren die 530 Kilometer zurück nach Mährisch-Ostrau.

von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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