Unglück auf der A2

Alle 34 Verletzten wieder am Weg der Besserung

Steiermark
22.06.2009 14:44
Von den 34 Verletzten, die das Busglück am Sonntag auf der Südautobahn gefordert hatte, sind bereits 16 wieder aus dem Spital entlassen worden. Laut Sprechern und Ärzten der diversen Krankenhauser gehe es auch den restlichen Opfern den Umständen entsprechend gut. Der Bus mit der slowakischen Schülergruppe war im Autobahnabschnitt zwischen Mooskirchen (Bezirk Voitsberg) und Lieboch (Bezirk Graz-Umgebung) von der Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer gab später zu, für einen Moment eingenickt zu sein - er wurde angezeigt.

Von den 13 verletzten Schülern, die nach dem Unfall ins LKH Graz eingeliefert wurden, konnten noch vier am selben Tag entlassen werden. Zehn Schüler wurden am Montag noch auf der Unfall- und auf der Kinderchirurgie behandelt.

Alle Verletzten in Graz stabil
Drei schwer verletzte Schüler (Wirbelsäulen- bzw. Oberarmfrakturen) standen am Montagvormittag auf der Intensivstation der Unfallchirurgie noch unter Beobachtung, wurden aber im Laufe des Tages auf die Normalstation überstellt. Laut Pressestelle gehe es allen Unfallopfern den Umständen entsprechend gut, es bestehe in keinem Fall Lebensgefahr. Hauptsächlich mussten Schnitt- und Rissquetschwunden behandelt werden, die teilweise mit Glassplittern und Schmutz verunreinigt waren.

Keine Lebensgefahr im LKH Voitsberg
Von den acht Verletzten, die in das LKH Voitsberg eingeliefert worden waren, konnten bereits fünf wieder gehen. Einer der entlassenen Schüler wurde in die Kieferchirurgie des LKH Graz überstellt. Bei den drei Schülern, die sich noch im Krankenhaus befinden, bestehe laut dem behandelnden Oberarzt, Alexander Sipurzynski, keine Lebensgefahr. Zwei Schüler mit Schnitt- und Rissquetschwunden würden demnach "in Bälde entlassen", ein Mädchen mit einer Wirbelsäulenfraktur müsse noch länger im Spital bleiben.

Entwarnung auch aus Deutschlandsberg
Von den vier Unfallopfern im LKH Deutschlandsberg wurden ebenfalls bereits zwei entlassen. Ein Mädchen mit Schnittwunden im Kopfbereich sowie ein Bursche mit einem Stauchungstrauma im Bereich der Halswirbelsäule befinden sich noch in Behandlung. Laut Wilhelm Klösch, Leiter der Chirurgieabteilung, hängt die Entlassung der beiden Schüler von der Organisation der Heimreise ab.

Busfahrer angezeigt
Der zuständigen Autobahninspektion Unterwald (Bezirk Voitsberg) zufolge wurde der Busfahrer bereits angezeigt. Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz bestätigte am Montag, dass eine entsprechende Anzeige verfügt wurde und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Über das weitere Vorgehen müsse der zuständige Staatsanwalt in den kommenden Tagen entscheiden.

Einsatzkräften bot sich ein "Schlachtfeld"
Der Unfall geschah gegen 6.00 Uhr früh auf der A2 zwischen Lieboch und Mooskirchen in Fahrtrichtung Graz. Der Fahrer erklärte, dass er kurz eingenickt und deshalb von der Autobahn abgekommen war. Der Bus durchschlug die Leitschiene und blieb seitlich liegen. Das Rote Kreuz sowie sechs umliegende Feuerwehren mit mehr als 100 Helfern rückten an, um die Verletzten zu versorgen. Die Einsatzkräfte sprachen von einem "Schlachtfeld". Blutüberströmte Jugendliche seien aus dem verunfallten Bus geklettert und auf die Fahrbahn gerannt, so Franz Draxler von der FF Mooskirchen.

Unfall kurz vor Fahrertausch
Die Reisenden waren zum Zeitpunkt des Unfalls gerade am Heimweg von Italien gewesen. Nur rund acht Kilometer weiter, bei der Raststation Kaiserwald, hätten die beiden Buslenker wieder tauschen sollen, denn die Tschechen wechselten sich vorschriftsgemäß alle vier Stunden am Lenkrad ab. Die Aufzeichnungen des Fahrtenschreibers bestätigten diese Aussagen.

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