Die von KAGes und Landesrat Hirt forcierten Chirurgie-Schließungen sind in der Obersteiermark nach wie vor Gesprächsthema Nummer eins. Vor allem die Ausseer kämpfen wie die Löwen um ihr Spital.
In den schwelenden Konflikt schaltet sich jetzt die steirische Ärztekammer ein. Sie ergreift Partei für die Betroffenen, macht sich für den vollen Erhalt der Chirurgien stark. Der Rettungsvorschlag der Experten: "Durch die Zuweisung von Spezialaufgaben könnte die chirurgische Versorgung langfristig abgesichert werden", meint Vizepräsident Wolfgang Florian.
Plastische Cirurgie für Aussee, Venen OPs für Mürzzuschlag
Für Aussee stellen sich die Kämmerer eine Plastische Chirurgie - in Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Psychosomatik - vor; ähnliches wäre für Mürzzuschlag durch die Spezialisierung auf Venen-OPs vorstellbar. "Gerade bei diesen Eingriffen kommt es immer wieder zu langen Wartezeiten", weiß Florian.
Als "Beweis-Beispiele", dass dieses Modell funktioniert, bringen die Funktionäre die Spitäler in Bad Radkersburg und Stolzalpe ins Spiel: "Beide Häuser, die ebenso geografisch exponiert liegen, haben sich durch die Orthopädie einen hervorragenden Ruf weit über die steirischen Grenzen hinaus geschaffen", sagt Martin Wehrschütz, Kurienobmann der Angestellten Ärzte.
KAGes-Boss Werner Leodolter rümpft erwartungsgemäß die Nase: "Bedarf und Qualitätskriterien wurden hierbei offenbar nicht berücksichtigt."
von Barbara Winkler, "Steierkrone"
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.