"Goldregen" hält an

Marion ist Weltmeisterin: “Gar net schlecht, oder?”

Steiermark
21.01.2009 19:01
Auch am zweiten Tag der Snowboard-WM in Südkorea hat es für die ÖSV-Asse jede Menge Gründe zum Jubel gegeben. Die Grazerin Marion Kreiner (Bild) kürte sich vor Doris Günther aus Zell im Parallel-Riesentorlauf zur neuen Weltmeisterin. Die 27-jährige Kreiner ist, nach vielen Abstimmungsproblemen beim Material und einer bisher eher durchwachsenen Saison, nun am Ziel ihrer Träume angelangt.

Zweimal Gold - das gab es für Österreich bei ein und derselben WM noch nie. Nach Boardercrosser Markus Schairer gelang Marion Kreiner am Dienstag der zweite Coup. Dem Girl, das erst vor zwei Wochen im allerletzten Abdruck ihr Ticket für das Saisonhighlight löste. "Gar net schlecht, oder?" Das waren die ersten Worte der Grazerin nach ihrem ersten Titel. Der ziemlich überraschend kam. Denn die 27-Jährige zählte nach ihren bisherigen Saisonergebnissen nicht wirklich zum engen Favoritenkreis, steigerte sich in Südkorea von Lauf zu Lauf.

Wie die Kreiner-Fans in Graz die Nacht durchzitterten - siehe Infobox!

Nach der Quali lag Kreiner auf Platz acht, danach sorgte sie im Viertelfinale für die erste Sensation - da kickte sie die Quali-Schnellste und Titelverteidigerin Tudegesheva (Rus) aus dem Bewerb. In dieser Tonart ging's munter weiter. Kreiner stand felsenfest am Brett und leistete sich kaum Fehler. Auch nicht im Finale, als es zum "Mega-Duell" mit Weltcup-Leaderin Doris Günther, die im zweiten Lauf stürzte, kam.

"Irgendwie unrealistisch..."
Zweifel, dass Kreiner an ihren Nerven scheitern könnte, waren völlig unbegründet. Nach Slalom-Silber 2007 setzte sie sich nun endgültig die Krone auf und holte den Titel. "Es ist unfassbar. Beim Einfahren ins Ziel hab ich gewusst, dass ich Erste bin. Aber jetzt ist das alles so weit weg und irgendwie unrealistisch - ich muss das Ganze erst richtig verdauen." Nach all den Sorgen (vor allem mit der Feinabstimmung beim Material), die Kreiner in den letzten Monaten gehabt hat, der verdiente Lohn: "Ich denke, es hat sich ausgezahlt, dass ich mich über Weihnachten zurückgezogen habe, um mich wieder zu finden."

Kreiner als "Spätzünderin"
Recht spät hat sie erst zu ihrem Sport gefunden: Als Marion zwölf Jahre alt war, sagte ein Skikurslehrer, dass sie es einmal mit dem Snowboard versuchen solle. Gesagt, getan. Seit Dienstag ist der Tipp "Gold" wert...

von Alex Petritsch, "Steirerkrone"

Ergebnisse der Parallel-Riesenslaloms:

Damen:

  1. Marion Kreiner (AUT) 
  2. Doris Günther (AUT) 
  3. Patrizia Kummer (SUI) 
  4. Tomoka Takeuchi (JPN) 
  5. Jekaterina Tudigeschewa (RUS/Titelverteidigerin) 
  6. Nicolien Sauerbreji (NED) 
  7. Claudia Riegler (AUT) 
  8. Nathalie Desmares (FRA)

Herren:

  1. Jasey Jay Anderson (CAN) 
  2. Sylvain Dufour (FRA) 
  3. Matthew Morison (CAN) 
  4. Benjamin Karl (AUT) 
  5. Sigi Grabner (AUT) 
  6. Andreas Prommegger (AUT) und Simon Schoch (SUI)
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