Mit 60 Millionen Euro - oder 840 Millionen guten alten Schillingen - beziffert übrigens der Obmann der steirischen Kasse, Josef Pesserl, in einer Hochrechnung das für 08 erwartete Defizit. Ein unfassbarer Betrag...
Und das in Zeiten, wo im abgelaufenen Jahr dank (noch) auf Hochtouren laufender Konjunktur der GKK die höchsten Einnahmen aller Zeiten beschieden waren. Dass das so nicht weiterlaufen wird, dazu braucht es keinen Propheten...
Zinsendienst von sieben Millionen € im Jahr
Allein der Zinsendienst, zu äußerst günstigen Konditionen gerechnet, läppert sich für die Steirer auf stattliche sieben Millionen Euro im Jahr zusammen. Da käme, wie von Neo-Gesundheitsminister Alois Stöger avisiert, ein Schuldenerlass zupass. Doch die Kasse muss auch strukturell was tun, sonst hat sich wie nix ein neuerlicher und gewaltiger Schuldenberg aufgetürmt.
Verwaltungskosten sind nicht die Wurzel des Übels
Die Verwaltungskosten - am Stammtisch gern als Wurzel allen Übels gegeißelt - sind's übrigens nicht, die der GKK das (finanzielle) Leben so schwer machen. Lediglich 2,5 Prozent des gesamten Budgets - der sparsamste Wert aller österreichischen Kassen - wird für die Administration aufgewendet. Und auch die Gagen des Direktoriums, auch immer wieder Anlass für wilde Gerüchte, machen das Defizit nicht fett. Sie sind ebenfalls durchaus moderat. Neo-Generaldirektorin Andrea Hirschenberger etwa kommt auf 10.000 Euro brutto im Monat.
von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
Symbolbild
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