Am Montag gegen 6.00 Uhr war der Mann in die Polizeiinspektion Liezen gekommen und hatte angezeigt, dass er in dem Café während seiner Tätigkeit als Kellner von unbekannten Tätern niedergeschlagen und der Tageslosung von rund 2.500 Euro beraubt worden sei. Rasch verwickelte sich der Mann in Widersprüche: So konnte dem vermeintlichen Opfer nachgewiesen werden, dass er sich die leichte Verletzung am Kopf selbst mit einem Aschenbecher zugefügt hatte. Der Mann legte danach ein Geständnis ab: Er hatte einen Großteil der Tageslosung an den im Lokal aufgestellten Glücksspielautomaten verspielt. Der 28-Jährige wurde angezeigt.
2008 in Graz 24 Überfälle erfunden
Im vergangenen Jahr hatten zahlreiche angebliche Raubopfer in der Steiermark und in Graz die Ermittler auf Trab gehalten. Allein in Graz wiesen die Kriminalisten in 24 Fällen den "Opfern" nach, dass sie die Geschichten erfunden hatten. Motive waren zumeist verspieltes Geld, verlorene Mobiltelefone oder in einem Fall auch die Angst eines Rekruten, der den Zapfenstreich übersehen hatte.
Symbolbild
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