Zu dem etwa eineinhalb Zentimeter großen Leck im Stahlrohr kam es durch Rost, so Josef Poglonik von der Polizeiinspektion Deutschlandsberg. Wasser sei an irgendeiner Stelle durch die Schutzummantelung aus Plastik zu dem Metallrohr gelangt: "Von da an war es nur noch eine Frage der Zeit." Der Gastwirt hatte erst Mitte Oktober seinen Tank mit 15.000 Liter Heizöl aufgefüllt. Allein das im Erdreich versickerte "schwarze Gold" hatte einen Wert von mehr als 10.000 Euro. Der Gesamtschaden sei noch nicht abschätzbar.
Schwierige Arbeiten mitten in der Stadt
Seit Dienstag seien Feuerwehr, Bagger, Umweltdienstleister und die Gewässeraufsicht vor Ort, um festzustellen, wie weit sich das Öl bereits ausgebreitet hat, schilderte Poglonik. Die Arbeiten gestalteten sich aber schwierig, da sich das Gasthaus im Zentrum von Deutschlandsberg befindet - in unmittelbarer Nähe zum Hauptplatz. In diesem dicht bebauten Gebiet sei es schwierig, Erdreich abzutragen; zum Teil müsse sogar händisch vorgegangen werden.
Warnung vor Nutzung von Hausbrunnen
Unklar war vorerst, ob die Versicherung für den Schaden aufkommt. Für die Bevölkerung in Deutschlandsberg bestehe grundsätzlich keine Gefahr, zumal es eine zentrale Wasserversorgung gebe. Vor der Nutzung von Hausbrunnen wurde aber gewarnt. Seitens der Bezirkshauptmannschaft hat man das Abwasser in der nahen Kläranlage geprüft und bisher keinen Öleintrag gefunden. Wie weiter vorgegangen wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen.
Symbolbild
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