Bühnen-Drehung

Kasematten jetzt im Visier der Finanzprüfer

Steiermark
08.08.2008 16:27
Der Rechnungshof der Stadt Graz prüft jetzt die Sinnhaftigkeit der 550.000 Euro teuren Drehung der Kasematten-Bühne; es geht schließlich um Steuergeld. Veranstalter laufen ja Sturm gegen den Plan der Graz AG. Sie befürchten eine massive Qualitätsverschlechterung. So würde etwa der Zuschauerraum schrumpfen.

Die Graz AG, mit Unterstützung von ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl, will die Kasematten-Bühne drehen. Der Grund: Der Eingang soll auf der Piazza vor dem Schloßberg-Restaurant sein, wo jetzt hässliche Container als Künstler-Garderoben herhalten. Zudem sollen die Veranstalter eine leichtere Zufahrt zur Bühne haben. Der Zuschauerraum würde gleich groß bleiben und die Akustik gar besser werden.

Allein die Konzert-Veranstalter wollen es nicht glauben und steigen auf die Barrikaden. Sie befürchten weniger Zuschauerkapazität und eine schlechtere Akustik. Künstler wie Kris Kristofferson, Zucchero, "Queens of the Stone Age", Tori Amos oder Lou Reed könnten wegen zu geringer Kapazitäten auf die Kasematten pfeifen.

"Rechnungshof muss prüfen"
FPÖ-Gemeinderat Harald Korschelt stellt sich nun ganz klar auf die Seite der Veranstalter: "Es bestehen dermaßen viele Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Bühnen-Drehung, dass der Rechnungshof prüfen muss!" Schließlich gehe es bei den Kosten um Steuergeld, denn die Graz AG ist in Besitz der Stadt Graz.

Der Rechnungshofdirektor Günter Riegler will Korschelts Anregung unbedingt aufgreifen: "Ich kenne zwar noch nicht alle Details, aber das ist sicher eine Sache für den Rechnungshof."

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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