"Stadt am Zug"

FPÖ-Offensive für Alk-Verbot am Jakominiplatz

Steiermark
08.08.2008 16:28
Weil eine Gruppe von Störenfrieden immer wieder für Unruhe sorgt und Passanten belästigt, geht die FPÖ jetzt in die Offensive: Sie fordert ein Alk-Verbot am Jakominiplatz. Aber FPÖ-Gemeinderat Harald Korschelt geht noch weiter, will etwa eine zweite Überwachungskamera und Notrufsäulen. "Schnellschuss" wird's aber keinen geben - siehe Interview am Storyende.
"Es besteht akuter Handlungsbedarf, die Stadt muss unbedingt etwas unternehmen", drängt Korschelt auf die Einführung eines Alkoholverbots auch auf dem Jakominiplatz - der Hauptplatz ist ja bereits alkfrei. Die blauen Vorschläge im Detail: 
  • Installierung einer zweiten Überwachungskamera, "um einen Überblick über den gesamten Platz zu haben", so Korschelt.
  • Mehr Hinweisschilder mit der Aufschrift: "Dieser Platz wird videoüberwacht! "Es gibt zwar bereits derartige Taferln, aber: "Je mehr, desto besser - das schreckt ab", hofft Korschelt.
  • Zwei Notrufsäulen mit direkter Leitung zur Polizei sowie einem Drehlicht, das zu blinken beginnt, sobald der Notruf betätigt wird.
  • Fixer Posten der Ordnungswache: Ein Beamter sollte immer am Platz präsent sein - zumindest, bis sich die Situation verbessert hat.
  • Ein Streetworker der Stadt soll sich der Gruppe annehmen: "Man muss diesen Leuten unter die Arme greifen, damit sie ihr Leben in den Griff bekommen", meint Korschelt. Unter anderem soll versucht werden, für sie Arbeitsplätze aufzutreiben.

Die Abstimmung übers Alk-Verbot findest du in der Infobox!

Frau Stadträtin Fluch (ÖVP), was halten Sie von Kameras, Notrufsäulen & Co.?
"Neu sind die Vorschläge nicht. Aber sie sind sicher diskussionswürdig."

Wie schaut's aus mit der Einführung eines Alk-Verbots - denkbar?
"Ich glaube, das Alk-Verbot ist ein Instrument, mit dem man sensibel umgehen muss. Ich habe aber diesbezüglich bereits mit Bürgermeister Siegfried Nagl Kontakt aufgenommen." 

Worauf haben Sie sich verständigt?
"Wir wollen den Jakominiplatz beim nächsten Sicherheitsnetzwerk zum Thema machen. Dort werde ich die weitere Vorgangsweise gemeinsam mit allen Vertretern der Stadt diskutieren. Außerdem wird im Sommer ein Treffen mit Sozialarbeitern stattfinden."

Aber bis Herbst werden die Probleme auch nicht weniger...
"Ich will keinen Schnellschuss. Ich weiß, wir stehen kurz vor einer Wahl, Populismus hilft uns jedoch nicht weiter. Wir werden sorgfältig prüfen - demnächst wird ja auch die Evaluierung des Alkoholverbots auf dem Hauptplatz vorliegen - und uns dann für die richtigen Maßnahmen entscheiden."

Bis dahin passiert nichts?
"Nein, so kann man das nicht sagen. Aber bevor wir handeln, müssen wir schauen, was zielführend ist. Wir wollen das Problem ja lösen und nicht verdrängen."

von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"

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