Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2003 gab es nicht mehr dermaßen heftige Preisbewegungen bei den Getränken in der Innenstadt. So wurden 42 der 77 Einzelpreise im Vergleich zum Vorjahr hinaufgesetzt. Für den Arbeiterkammer-Experten Karl Reitter sind die Ursachen klar: "Ob Mitnaschen an der Euro 2008 oder Mitschwimmen auf der allgemeinen Teuerungswelle, die Wirte haben die Gunst der Stunde genutzt."
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Untersucht wurden die Preise von Coca Cola, Mineralwasser, Kaffee, Bier und Weißem Spritzer: Die größte Preisdifferenz besteht beim Spritzer mit 52,63 Prozent, zahlt man in den Schanigärten doch zwischen 1,90 und 2,90 Euro. Für das kleine Bier vom Fass (0,3 l) werden zwischen 2,20 und drei Euro berechnet.
"Einkaufspreise gestiegen"
Die Wirtschaftskammer wehrt sich gegen den Vorwurf der "Preistreiberei". Karl Wratschko, der Obmann der Fachgruppe Gastronomie: "Der Grund für die Erhöhungen liegt in der in allen Lebensbreichen spürbaren Teuerungsrate. Besonders beim Bier sind die Einkaufspreise deutlich gestiegen. Jeder Wirt bestimmt selbst, in welchen Abständen er die gestiegenen Kosten weitergibt."
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
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