Nach dem Scheitern des Großprojekts "Spielberg I" (siehe Video in der Infobox) hatte ja das Land die Federführung übernommen und Hauptinvestor Mateschitz tatsächlich fertige Bescheide vorlegen können. Dafür hatte man 4,5 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln in die Hand genommen. Weil aber Projektpartner abgesprungen waren, wurde das redimensionierte Projekt "Spielberg II" noch einmal abgespeckt und auf die Wiedererrichtung des Altbestandes reduziert.
Streitpunkt: Anrainer-Zusagen
Gespießt hatte es sich zuletzt an den Verträgen und Bedingungen im Detail: Red Bull verlangte die Übertragung der Bescheide, ohne die man nicht starten könne, das Land wollte davor eine Neufassung der Verträge und eine Vorlage des Projekts. Streitpunkt waren vor allem Zusagen an die Anrainer, die von der Projektentwicklungsgesellschaft in Abstimmung mit den Investoren gegeben wurden, um UVP-Einsprüche zu verhindern. Diese Kosten sollte nun auch das Land tragen.
"Die Altverträge bedeuten eine starke Position für Herrn Mateschitz", räumte Landerat Buchmann vor der Regierungssitzung ein und gab zugleich zu, dass "die Bereitschaft nachzuverhandeln endenwollend" war.
Greift Land noch einmal in die Tasche?
So dürfte nun wohl die Entscheidung anstehen, ob das Land noch einmal in die Tasche greift - die Angaben für die vereinbarten "Abschlagszahlungen" differieren zwischen 820.000 und 2,8 Millionen Euro. Sicher auch Thema wird sein, inwieweit die bereits in die Vorbereitungen geflossenen Landesmittel in die Förderungen eingerechnet werden und ob der Investor, mit dem, was unterm Strich für den tatsächlichen Neubau übrig bleibt, zufrieden ist.
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