Große Pläne

Neuer Flughafen für die Obersteiermark gefordert

Steiermark
04.07.2008 00:37
Geht es nach der Schladminger Ski-WM-Organisation, würde etwa Bode Miller im Austragungsjahr 2013 nicht per Auto oder Bahn, sondern per Flugzeug in die schöne Obersteiermark anreisen. Mit dem Standort Niederöblarn als künftiger Landeplatz wird geliebäugelt, der zuständige Bürgermeister zögert jedoch.
Hans Grogls größter Traum ist in Erfüllung gegangen: Seine Heimatstadt Schladming bildet 2013 die Kulisse der Ski-WM. Hätte der Organisator noch einen Wunsch frei, würde er ihn so formulieren: "Dass in unserer unmittelbaren Nähe Passagierflieger landen dürfen. Dafür wäre etwa Niederöblarn optimal, wo es ohnehin schon einen kleinen Sportflugplatz gibt", sagt der Chef des Organisationskomitees.

Bedenken beim Ortschef
Dass es diesbezügliche Gespräche bereits gegeben hat, bestätigt der betroffene Bürgermeister Johannes Zeiler. Feuer und Flamme ist er nicht: "Grundsätzlich würde ich unseren Nachbarn ja alles gönnen. Ich frage mich nur, ob es sich lohnt, so viel Geld für eine zehntägige Veranstaltung in die Hand zu nehmen. Außerdem: Wer soll für den Ausbau und den Betrieb überhaupt aufkommen?", formuliert der Ortschef seine Bedenken.

Berge und Enns im Weg
Auch der Niederöblarner Flugbetriebsleiter Tibor Schmidt ist skeptisch: "Natürlich würde eine Vergrößerung eine Aufwertung der Region bedeuten, die Pläne sind jedoch nur schwer zu realisieren. Uns fehlt's an Abstellflächen, einer Tankstelle und Landebahnen. Letztere auf die richtige Länge zu bringen, ist schwer. Wir sind von Bergen und Enns umringt."

In der Landesregierung herrschte am Mittwoch übrigens noch Uneinigkeit wegen der Zuständigkeit...

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"
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