12.12.2017 10:12 |

Klimawandel

Video von hungerndem Eisbären schockiert das Netz

Ein im Internet kursierendes Video von einem abgemagerten Eisbären auf der kanadischen Baffin-Insel rührt derzeit etliche Menschen in aller Welt. Das Tier wirkt schwach, bricht mehrfach zusammen und sucht in einer Mülltonne nach Futter. Die Kommentare unter dem Video zeugen von Betroffenheit und Mitleid.

Gefilmt wurde der Eisbär vom kanadischen Fotografen Paul Nicklen, der das Video Anfang Dezember veröffentlichte. Im sozialen Netzwerk Instagram erklärte Nicklen, er wolle mit dem Bildmaterial auf die Folgen der Erderwärmung aufmerksam machen. Experten gehen davon aus, dass das Abschmelzen von Schnee und Eis die Robbenjagd für Eisbären erschwert.

Für den konkreten Fall hält Jörns Fickel vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin allerdings andere Gründe für realistischer. "Wenn es sich um ein Einzeltier handelt, halte ich eine Erkrankung oder Verletzung für wahrscheinlicher", sagte Fickel. So könnten die Folgen eines Kampfes dazu führen, dass die Jagdfähigkeit von Eisbären eingeschränkt werde. Auch ein Befall mit Darmparasiten sei als Ursache für die Schwäche denkbar.

Entenfellner: "Das Problem ist real!"
"Krone"-Tierexpertin Maggie Entenfellner sieht das Thema differenziert: "Es mag sein, dass dieser Bär nicht wegen den bedenklichen Klimaveränderungen auf unserem Planeten in dem schlechten Zustand ist. Dennoch darf man nicht die Augen vor den Folgen des Klimawandels verschließen, sie sind dramatisch und betreffen zahlreiche Tierarten. Es ist wichtig, dass jeder einzelne von uns nachdenkt und seinen Teil leistet, um den Klimawandel nicht weiter zu beschleunigen."

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