09.12.2017 10:18 |

Trauer um "Alia"

Schüsse auf 2 Hunde: Schwere Vorwürfe gegen Jäger

Schwere Vorwürfe erhebt eine Familie aus dem Burgenland gegen einen Jäger. Unweit des Hauses im Bezirk Jennersdorf soll der Waidmann auf ihre beiden Hunde geschossen haben, während der Besitzer und seine Lebensgefährtin in unmittelbar Nähe waren. Ereignet hat sich der aufsehenerregende Vorfall Anfang der Woche.

"Nur eine halbe Stunde waren wir weg. Als ich mit meiner Lebensgefährtin gegen 15.30 Uhr heimkehrte, fehlte von unseren Schäferhunden jede Spur, obwohl wir alles abgeschlossen hatten", schildert Christian K. Das Paar und die Tochter machten sich sofort auf die Suche nach ihren Lieblingen, nachdem die Polizei alarmiert worden war.

"Via Handy versuchte ich, den Bezirksjäger zu erreichen. Doch keine Reaktion", so der Besitzer. Die Familie war noch ganz in der Nähe ihres Hauses und rief nach den zwei Hunden, als plötzlich Schüsse fielen. Für die Tierfreunde brach eine Welt zusammen: Hundedame "Alia" erlitt einen tödlichen Durchschuss. Ihr vierbeiniger Bruder kam hingegen mit schweren Verletzungen davon.

"Es hat noch nie Probleme gegeben"
"Unser Rüde benötigt immer noch Infusionen. Wir hoffen, 'Baron' erholt sich", sagt K. Er ist entsetzt: "Der Jäger muss uns bei der Suche nach unseren Hunden schreien gehört haben. Trotzdem hat er einfach geschossen. Was ist, wenn meine Lebensgefährtin, die den Tieren am nächsten war, getroffen worden wäre?"

Der Familie gegenüber habe sich der Waidmann damit gerechtfertigt, dass die beiden Schäferhunde gewildert hätten und weit genug vom Haus entfernt gewesen seien. Für die Besitzer ist das aber Humbug: "Die Hunde befanden sich in Reichweite. Außerdem hat es mit ihnen bis jetzt noch nie Probleme gegeben!" Auch ein Anwalt kümmert sich bereits um den Fall der Familie.

Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung

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