Do, 13. Dezember 2018

Fünf Verletzte

30.09.2017 21:11

Zillertalbahn kippte mit 31 Fahrgästen um

Glück im Unglück hatten 31 Passagiere der Zillertalbahn am Mittwoch Vormittag in Schlitters: Zwei Waggons einer dreiteiligen Garnitur entgleisten und kippten um. Doch lediglich vier Fahrgäste sowie der Lokführer wurden leicht verletzt. Die Unfallursache ist noch völlig unklar, die Untersuchungen werden einige Tage dauern.

Ungefähr auf der Höhe des ehemaligen Kolbitsch-Areals wich der Zug - wie geplant - zunächst der entgegen kommenden Dampflok aus. Doch kurz danach entgleiste er. "Der Steuerwagen kippte um, der mittlere Waggon geriet in Schräglage und der letzte Waggon blieb aufrecht", erklärte Helmut Schreiner, Vorstand der Zillertaler Verkehrsbetriebe.

"Ich ging vom Schlimmsten aus"

Als er selbst kurz darauf beim Unfallort eintraf, wurde ihm zunächst angst und bange. "Sowohl die Feuerwehren als auch der Hubschrauber standen schon im Einsatz. Hinzu kam der Anblick des umgekippten Waggons. Ich ging wirklich vom Schlimmsten aus", brachte es Schreiner auf den Punkt.

Lediglich fünf Verletzte

Doch rasch stellte sich heraus, dass die Situation dramatischer aussah als sie tatsächlich war. Insgesamt 31 Fahrgäste befanden sich im Steuerwagen, doch nur vier von ihnen sowie der Lokführer wurden leicht verletzt. "Man kann von Glück sprechen", sagte Schreiner. Alle Passagiere sowie der Lokführer konnten von den Einsatzkräften rasch befreit werden. "Die fünf verletzten Personen wurden dann versorgt und ins Krankenhaus Schwaz gebracht. Die Rettungskette hat einwandfrei funktioniert", so Schreiner.

Sachschaden ist jedoch groß

Auch um die 26 unverletzten Fahrgäste hat man sich sofort gekümmert. Sie wurden mittels eines Ersatzbusses weiter transportiert. Der Sachschaden ist beträchtlich. Da die Bahn in diesem Bereich doppelgleisig ist, ging der Fahrbetrieb weiter.

Unfallursache unklar

Die genaue Unfallursache wird die Ermittler noch einige Tage beschäftigen. Am Abend wurden die Waggons mit einem 90 Tonnen schweren Kran in die Werkstatt gebracht. "Ein Sachverständiger wird den Fahrtenschreiber auswerten und Beweise sichern. Dann wissen wir mehr", sagt Schreiner. Ein technischer Defekt oder menschliches Versagen seien denkbar.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol
Aktuelle Schlagzeilen
Aber Kovac lobt
Bayerns Sportboss poltert trotz Tor-Spektakels
Fußball International
Wirbel an Sonderschule
Mädchen (10) von Mitschülerin sexuell belästigt?
Niederösterreich
Party mit Beyoncé
Milliardärstochter feiert 100-Mio.-$-Protzhochzeit
Video Stars & Society
Tirol Wetter
-7° / 0°
heiter
-10° / -2°
heiter
-9° / -3°
heiter
-9° / -2°
heiter
-7° / -2°
leichter Schneefall

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.