So, 24. Juni 2018

Hoher Besuch:

07.09.2017 18:04

Eddy und die alten Drahteseln . . .

Es ist eine Zeitreise: Vom alten Tretkurbelrad aus dem 19. Jahrhundert bis zum E-Bike neuerster Generation. Die Walser Bachschmiede widmet sich ganz dem Drahtesel und seiner 200 Jahre langen Geschichte. Am Donnerstag war mit Radlegende Eddy Merckx ein prominenter Besucher unter den Bewunderern.

Er gewann je fünfmal die Tour de France und den Giro d’Italia. Wohl kaum ein anderer Radsportler ist in seinem Leben so sehr in die Pedale getreten, wie Eddy Merckx, der Superstar aus Belgien.

Zum nach ihm benannten Marathon in der Fuschlseeregion am Sonntag reiste er jetzt wieder in Salzburg an und wandelte gern auf historischen Spuren.

Radlegende Merckx besuchte vor der Charity-Ausfahrt die Sonderschau
in der Walser Bachschmiede "Eine Zeitreise auf zwei Rädern"

"Mein erstes Fahrrad war ein Kinderrad mit sehr breiten Reifen. Ich war erst vier", verriet der 1945 Geborene der "Krone" gerne, wie er seine ersten Runden drehte. Er saß schon auf vielen Sätteln. Ein Hochrad probiert? "Natürlich. Es ist nicht so schwierig", lachte Eddy Merckx bei seinem Besuch auf Einladung von Salzburger Land Tourismuschef Leo Bauernberger.

Herzlich begrüßte wurde er von Bachschmiede-Hausherr Bernhard Robotka und dem Walser Vizebürgermeister Andreas Hasenöhrl. Das Museum trug für die Sonderschau Sammlerstücke aus 200 Jahren zusammen. Ex-Radprofi Alexander Kastenhuber aus Bayern steuerte gerne sein WM-Rennrad aus den 90er-Jahren bei. "Es ist aus einem sehr massiven Carbon-Rahmen gebaut. Damals war das die neueste Entwicklung." Selbst Konditions-Kaiser kamen damit ordentlich ins Schwitzen.

Raritäten aus 200 Jahren zusammengetragen

Auch alte Waffenräder oder ein Modell aus der Stieglbrauerei sind in Wals zu bewundern. Spektakulär: ein Hölzernes Sicherheits-Niederrad, das um 1890 von einem Tischlermeister aus dem Innviertel gebaut wurde. Robotka über Details zum Staunen: "Statt der Gummibereifung wurden Hanfseile aufgezogen."

Merckx-Marathon startet am Wochende

Zum Jubiläum steht auch das Marathon-Wochenende ganz im Zeichen der Geschichte. "Wir haben ein mobiles Museum zu Gast", verrät Hildegund Schirlbauer von der Fuschlseeregion. Die Kenner der "Geschichte auf zwei Rädern" kommen aus Mannheim, wo das Rad 1817 von Karl Drais erfunden wurde. Nach der ausverkauften Charity-Ausfahrt am Samstag, fällt am Sonntag (10.) der Startschuss für den 11. Merckx-Marathon.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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