Di, 19. Juni 2018

City-Umbau in Graz

02.09.2017 09:47

Tiefgarage, neue "FUZO", weniger Parkplätze

Mit der hochmodernen, vollautomatischen "Bienenstock-Garage" unter dem Brunnen am Eisernen Tor will Graz Vorreiter sein. Bei vielen Grazern gibt es aber die Sorge, dass der Verkehr in der City durch das Projekt noch mehr zunimmt. VP-Bürgermeister Siegfried Nagl bricht eine Lanze für das Auto, kündigt aber auch Parkplatzstreichungen und eine neue Fußgängerzone an. Und: Der Öffi-Ausbau über den Andreas-Hofer-Platz soll absolute Priorität haben…

Wir haben ja ausführlich über das spektakuläre Projekt am Eisernen Tor berichtet: 2019 sollen die ersten Autos vollautomatisch auf ihre bis zu 40 Meter tief liegenden Parkplätze transportiert werden.

Aber braucht es wirklich noch eine Tiefgarage in der City und zöge die nicht noch mehr Autoverkehr im ohnehin feinstaubbelasteten Graz an? Diese kritischen Fragen stellen sich viele Grazer.

Weniger Parkplätze und neue Fußgängerzone

Für Nagl ist das Auto unverzichtbar: "Das Auto ist absolut nicht pfui! Ohne Zugang für Autos stirbt die Innenstadt und ohne funktionierende Innenstadt stirbt die Stadt. Man darf Autos nicht immer nur verdammen. Ohne die beiden Garagen im Pfauengarten und unter dem Kastner & Öhler wäre die City schon tot. Mit dem neuen Projekt am Eisernen Tor machen wir die Innenstadt attraktiver!"

Nagl will die Sorgen vieler Grazer aber ernst nehmen: "Es werden Parkplätze an der Oberfläche wegfallen, aber sicher nicht im Verhältnis 1:1." Etwa 300 Parkplätze wird es unter dem Eisernen Tor geben, noch einmal 300 möglicherweise unter dem Opernpavillon. Auch der Andreas-Hofer-Platz könnte um eine "Bienenstock-Garage" sozusagen in die Tiefe erweitert werden.

Hier Nagls wichtigste "Ausgleichsmaßnahmen" im Überblick:

- Die Parkplätze im Bereich Opernring werden gestrichen - hier wird ja auch Platz für die neue Garagenzufahrt benötigt.

- Die Kaiserfeldgasse wird zwischen Schmied- und Herrengasse zur Fußgängerzone umfunktioniert.

- Der Bim-Ausbau über die Neutorgasse und den Andreas-Hofer-Platz, der zu einer weiteren Öffi-Drehscheibe werden soll, hat für Nagl absolute Priorität.

Neue Bim-Linie hat höchste Priorität

Nagl: "Gespräche zur Neugestaltung des Andreas-Hofer-Platzes laufen, auch mit den neuen Betreibern der vorhandenen Tiefgarage. Ich erwarte mir von der KP-Verkehrsstadträtin Elke Kahr, dass auch sie die neue Bim-Linie forciert."

Von: Gerald Richter

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