25.08.2017 14:19 |

Spektakulär

"Bienenstock-Garage" in Graz

In der Grazer Innenstadt harrt ein spektakuläres Projekt der Realisierung: eine automatische Tiefgarage unter dem Brunnen Am Eisernen Tor, die einem Bienenstock ähnelt. Vorbild sind die VW-Autotürme in Wolfsburg. Doch während die in die Höhe wachsen, soll es in Graz bis zu 40 Meter in die Tiefe gehen…

Der Autofahrer stellt sein Fahrzeug in einen Aufzug, der bringt das Gefährt vollautomatisch auf seinen unterirdischen Stellplatz; und später auch wieder ans Licht. In Graz soll die intelligente Tiefgarage bis zu 40 Meter in die Tiefe reichen und 36 bis 38 Meter im Durchmesser sein. Ausgedacht haben sich das Projekt die Grazer Architekten von Strohecker ZT Gmbh.

Günstiger im Bau

Die Vorteile seien mannigfaltig. In herkömmlichen Tiefgaragen lägen die Errichtungskosten bei etwa 50.000 Euro pro Stellplatz. Beim System der Firma Palis, das auch in Wolfsburg zum Einsatz kommt und im Blockbuster "Mission Impossible" als spektakuläre Kulisse diente, seien es nur 25.000 bis 30.000 Euro.

Die weiteren Vorteile: Man erspart sich die Parkplatzsucherei in Tiefgaragen, Frauen müssten nicht durch dunkle Tiefgaragen gehen usw. Der größte Trumpf aber ist: Parken Autos in der Tiefe, ist oben mehr Platz für Menschen.

Binnen 100 Sekunden soll das in der neuen Tiefgarage geparkte Auto übrigens wieder parat stehen.

Mehr als eine Garage in Graz

Für das Projekt Am Eisernen Tor (etwa 300 Parkplätze) gibt es bereits einen Investor. Geht es nach dem Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl und seinem FP-Vize Mario Eustacchio sollen in Graz aber noch viele weitere der "Bienenstock-Garagen" entstehen. Nagl und Eustacchio sichern dem Projekt vollste Unterstützung zu - und sie wollen weitere solcher Projekte, etwa unter dem Opernpavillon (der natürlich nicht abgerissen werden müsste), auf dem Andreas-Hofer-Platz usw. Nagl: "Für die Attraktivität und Erreichbarkeit der Grazer Innenstadt ist dieses Projekt ein absoluter Meilenstein!"

Aber nun muss erst einmal das Projekt Am Eisernen Tor realisiert werden. Die Stadt- und Verkehrsplaner tüfteln noch an Lösungen. 2019 sollen die ersten Autos automatisch geparkt werden…

Gerald Richter

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