Mo, 23. Juli 2018

Mann schwer verletzt

19.08.2017 15:34

Eigenbau-Kessel in Garage explodiert

Eine tiefe Schnittwunde am Kopf, das Jochbein und ein Kiefer gebrochen - mit diesen Verletzungen liegt ein 33-jähriger Steirer im Krankenhaus, nachdem Freitagabend daheim in Semriach ein Windkessel explodiert war. Der Vater war Zeuge des Unfalls.

Den Windkessel haben wir gebaut und schon seit zwei Jahren in Betrieb", erzählt der 58-Jährige, der das folgenschwere Unglück mitansehen musste. "Er war einen halben Meter hoch und mit einem Kompressor verbunden", erklärt der Angestellte seine Konstruktion: "Mit der über eine Öffnung explosionsartig entweichende Luft sollte der Reifen eines Geländeautos aufgepumpt und blitzartig in die Felge gedrückt werden."

Der Druck betrug sechs Bar und lag damit 40 Prozent unter der Belastungsgrenze - und trotzdem geschah Freitagabend in der Garage das Unglück. Ein furchtbarer Knall, der Kessel krachte in der Mitte auseinander, Stahltrümmer flogen durch den Raum und trafen den 33-Jährigen, der neben dem Kessel gestanden war, mit voller Wucht am Kopf.

Operationen verliefen gut
Der Vater - er blieb unverletzt - brachte den Sohn ins Freie. Der 33-Jährige wurde nach der Erstversorgung ins LKH Graz eingeliefert. Alle Operationen sind gut verlaufen, eine Lebensgefahr besteht nicht. In einigen Wochen wird der Techniker das Krankenhaus verlassen dürfen.

Die Staatsanwaltschaft hat die Reste des Windkessels beschlagnahmt. "Ich habe schon jetzt eine Vermutung zur Ursache", sagt der Vater des Verletzten: "Ich glaube, dass eine Materialermüdung das Unglück ausgelöst hat."

Manfred Niederl, Kronen Zeitung

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