29.04.2017 15:21 |

Betrugverdacht

Viele Grazer Opfer des Pferdefleisch-Skandals

Er fand reißenden Absatz, der Leberkäse in einem Grazer Bauernladen. Leider wussten die Betreiber nicht, dass das darin enthaltene Pferdefleisch mit einem entzündungshemmenden Medikament versetzt war. Gegen den Lieferanten, einen 49-jährigen Steirer, wird nun wegen Betrugsverdachts erhoben.

Der bei Graz wohnhafte Unternehmer streitet alle Vorwürfe ab, ist sich keiner Schuld bewusst. Doch erdrückende Beweise belasten den 49-Jährigen. Den Erhebungen zufolge soll er allein heuer 100 Pferde aus Ungarn mit verfälschten Pässen als schlachttauglich deklariert und einen Großteil des Fleisches nach Italien geliefert haben.

"Pferdefleisch gilt als gesund und erfreut sich deshalb großer Nachfrage", sagt ein erhebender Beamter, der beim Verdächtigen zahlreiche Stempel und falsche Dokumente sicherstellte. Ein kleiner Teil der illegalen Schlachtung kam auch in der Steiermark zum Vorschein - im Hundefutter eines Leibnitzer Geschäftes sowie in einem Grazer Bauernladen, der seinen "köstlichen" Leberkäse auch an andere Geschäftsleute weiterverkaufte. Die Betreiber hatten keine Ahnung, welches Pferdefleisch ihnen da geliefert worden war. Gesundheitsschädlich ist es - laut Experten - aber nicht.

Für Pferde, die nicht geschlachtet werden dürfen, ist die Tierkörperverwertung zuständig, die pro Tonne 416 Euro verlangt. Der Verdächtige hatte sich fürs Verdienen entschieden . . .

Manfred Niederl, Kronen Zeitung

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