28.04.2017 16:42 |

Opernsaison 17/18

Vom Troubadour bis zum Blaubart

"Verdis ,Trovatore‘ ist einfach zu besetzen. Man braucht nur die vier besten Sänger der Welt", soll Leo Slezak gesagt haben. Nicht ganz so luxuriös, aber mit prominenten Gästen wird die Oper das dritte Jahr von Nora Schmid eröffnen. Die neue Chefdirigentin Oksana Lyniv mischt 2017/2018 schon mächtig mit.

Im dritten Jahr der Intendanz wird die Struktur, auf der Nora Schmid Spielpläne bisher baut, erkennbar. Eine Rarität aus dem 20. Jahrhundert ("Ariane et Barbe-Bleu") ist wieder dabei, es gibt wieder ein italienisches Stück aus der Zeit vor Verdi ("Il viaggio a Reims"), alternierend kommen Verdi oder Wagner zum Zug ("Il trovatore"), garniert mit fallweise Mozart ("Figaros Hochzeit") und einem großen romantischen Werk ("Eugen Onegin"). Dazu ein Musical ("Ragtime") und eine Operette ("Nacht in Venedig"): Weil Schmid und ihr Team Stücken den Vorzug geben, die in Graz lange oder noch nicht berücksichtigt worden sind, ergibt das einen kontrastreichen, guten Spielplan mit - wohl Zufall - vielen französischen Stoffen.

Prominenter Manrico
Der letzte "Trovatore" feierte vor 20 Jahren Premiere, mit Tenor Stefano Secco hat man einen prominenten Manrico engagiert, der die Partie auch in Rom und London singt. Der in Paris, Wien und Hamburg tätige Italiener führt ein starkes Gäste-Ensemble an, dem unter anderem Lana Kos als Leonora angehört. Die kennen Steirer eventuell noch von ihren Auftritten bei den Nachbarn in Maribor.

Ei neuer "Figaro"
Ein neuer (fast ganz aus dem Ensemble besetzter!) "Figaro" war hoch an der Zeit, war doch die letzte Produktion aus der Ära Sobotka gründlich missglückt. Mit Maximilian von Mayenburg inszeniert ein neuer Name, wie Schmid auch nächste Saison Regisseure holt, die in mittleren und kleineren deutschen Bühnen von sich reden gemacht haben. Neben Mayenburg Jetske Mijnssen und Nadja Loschky.

Viel Einsatz "der Neuen"
Erneut gräbt man ein großartiges Stück aus - Dukas’ "Ariane" ist eines der halb vergessenen Meisterwerke der Musikgeschichte. Dirigiert wird es von der neuen Chefin Oksana Lyniv, die Dirk Kaftan ablöst. Neben Dukas leitet sie auch Rossinis lustige Rarität "Il viaggo a Reims" sowie "Eugen Onegin", vor allem letzteres eine Herzensangelegenheit der Ukrainerin. Lyniv leitet ebenso die Konzerte zur Saisoneröffnung und zu Neujahr sowie eines zum Thema "Berge". Dazu kommen zwei Doppelkonzerte im Grazer Musikverein und zwei Gastspiele in Wien. Viel Gelegenheit für Lyniv, mit den Grazer Philharmonikern zu arbeiten.

Ballett mit Barock-Leidenschaft
Beim Ballett geht Jörg Weinöhl seiner Barock-Leidenschaft nach ("Meine Seele hört im Sehen"), lässt den "Sommernachtstraum" aufleben und widmet ein Projekt der unvergleichlichen Kunst eines Interpreten: jener Fritz Wunderlichs. Die Reihe Kurzgenuss mit Opern an speziellen Orten bleibt, und für Piazzollas Tango-Oper "María de Buenos Aires" geht man auf die Kasematten. Neu ist unter anderem ein Chorprojekt.

Infos und Abos hier

Martin Gasser
Martin Gasser

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