Do, 16. August 2018

5 Schwäne tot

12.01.2017 10:44

Vogelgrippe-Stallpflicht für manche zu plötzlich

Fünf tote Schwäne wurden in der Nähe von Graz gefunden, die kurzfristige Vogelgrippe-Aufregung wurde vom Landesveterinär Peter Wagner aber kalmiert. Viele Steirer, auch Geflügelhalter, haben zwar Verständnis für die Stallpflicht zur Risikominimierung, verurteilen aber scharf die überfallsartige Verordnung.

Einfach Stalltür zulassen und gut ist - so einfach, wie manche "Experten" sich das vom Büro aus vorstellen, ist die Realität natürlich nicht. Vor allem Einrichtungen wie den engagierten Gnadenplatz Purzel & Vicky bei Vasoldsberg trifft die Stallpflicht massiv: "Wir haben 150 Hühner, ebenso viele Schwäne, Enten, Gänse. Die leben frei. Sie einzufangen wird Tage dauern, wir können der Verordnung also gar nicht sofort nachkommen!" Von adäquater Unterbringung ganz zu schweigen.

Keine Zeit für Vorbereitungen
"Es ist ein Wahnsinn, dass sowas von einem Tag auf den anderen gilt", verurteilen Ingrid und Michael Stracke - so wie Hunderte Hühnerhalter auch. "Das lässt einem keine Zeit für Vorbereitungen, dass man zum Beispiel dichte Netze über die Hühnerzone spannt, was die Stallpflicht ja erfüllt! Das ist ja nicht wie die IGL-Zone - bei der man schlicht den Fuß vom Gas nimmt."

"Bei Seuchengefahr muss man schnell agieren"
Dafür hat auch Peter Wagner, Landesveterinär, Verständnis, "das kann natürlich zu Schwierigkeiten führen. Aber bei Seuchengefahr muss man schnell agieren." In Ausnahmefällen könnten vom Amt Ausnahmegenehmigungen unter strengen Auflagen erteilt werden, "etwa für Zoos. Nicht aber für Private, die keine Stallpflicht wollen."

Tote Schwäne werden obduziert
Dieser Tage wurden fünf tote Schwäne bei Graz gefunden. "Wir haben die Tiere eingeschickt, jetzt warten wir einmal auf die Ergebnisse", so Wagner besonnen. Und: "Es sterben dauernd Wildtiere! Jetzt, wo sie durch die Kälte geschwächt sind, noch mehr."

Christa Blümel, Kronen Zeitung

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